Rock: New Order

von | 19.10.2001

Get Ready

Feiner Inselpop

Wie ein guter Wein scheinen auch New Order mit dem Alter zu reifen … Vor 21 Jahren wurde die Formation nach dem tragischen Tod von Ian Curtis aus den Aschen von „Joy Division“ geboren. Die verbleibenden Mitglieder der Manchester Kultband gingen Pop-orientierter zu Werk und landeten mit ihrer 83er Maxi „Blue Monday“ einen Dancefloor-Knaller und den grössten Hit ihrer Karriere. Nach dem letzten, äußerst kommerziellen Werk „Republic“, das vor sieben Jahren erschien, ist die Wartezeit endlich vorbei. Auf der neuen Scheibe Get Ready präsentieren sich die Popper von den britischen Inseln in Höchstform und vermischen Elektronik und Rock perfekt. Die zehn Stücke sind allesamt auf einem hohen musikalischen Niveau und lassen sogar Spielraum für Gastauftritte vom Ex-„Smashing Pumpkins“-Frontmann Billy Corgan („Turn My Way“) und die Herren Gillespie und Innes von Primal Scream („Rock the Shack“).

New Order: Get Ready. London Records.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Spieletipp: Blue Prince

Protagonist Simon kann das Erbe einer großen Villa erst dann antreten, wenn er den geheimen Raum Nummer 46 findet. Erschwert wird das dadurch, dass sich der Grundriss des Hauses jeden Tag ändert. Als Spieler*in kann man an jeder Tür aus drei Räumen einen auswählen, sodass bei jedem neuen Versuch ein komplett anderes Haus entsteht, das andere...

KULTURTIPP

Buchtipp: Anstalten

In „Anstalten“, Timo Brandts Nachfolgeroman zu „Oder die Löwengrube“ (woxx 1838), muss die Protagonistin Lynn wieder hinabsteigen: diesmal nicht ins sinnbildliche Tiefland ihrer endenden Beziehung, sondern in eine psychiatrische Einrichtung, die in einem Tal äußerst skurrile Zeitgenoss*innen beherbergt. Im Gespräch mit diesen entfaltet sich...

KULTURTIPP

ΙΣΤΟΣ / WEB – Contemporary Artists’ Books

Istos (ΙΣΤΟΣ) ist griechisch und steht für Geflecht, Netzwerk oder Verbindung. In der gleichnamigen Ausstellung verweben Künstler*innen die textuelle, visuelle und auditive Ebene, um die vielschichtige Beziehung zwischen Kunstschaffenden und (Kunst)buch zum Ausdruck zu bringen