Knapp ein halbes Jahr nach Luxemburg, überschritt die Welt am 2. August die diesjährige Ressourcenkapazität des Planeten. Fortan werde die Weltbevölkerung laut dem Global Footprint Network auf Pump leben und so bis Jahresende rechnerisch die nachwachsenden Ressourcen von 1,7 Erden verbrauchen. Luxemburg hatte die für dieses Jahr verfügbaren Ressourcen schon am 14. Februar aufgebraucht. Damit thront das Land weltweit auf dem 2. Platz. Nur Katar schnitt dieses Jahr schlechter ab. In Luxemburg spiegele der große ökologische Fußabdruck „die Größe der Wirtschaftssektoren, des Lebensstandards und der Kaufkraft‟ ‒ sowohl die der Bevölkerung als auch die der Grenzgänger ‒ wider, so der hiesige Nachhaltigkeitsrat (CSDD). In einem Presseschreiben forderte der Rat deswegen zu einem Überdenken des Wirtschaftsmodells auf. Luxemburg solle seinen Ressourcenverbrauch konsequent runterschrauben und „das Ziel One Planet erreichen‟, um „ein Beispiel für den ökologischen Wandel‟ zu werden. Würden alle Länder es Luxemburg gleichtun, bräuchte die Menschheit fast acht Planeten, um ihren Ressourcenbedarf zu decken. Der Erdüberlastungstag rückt jedes Jahr näher an den Jahresbeginn. In den letzten zehn Jahren lag er jedoch meistens gegen Anfang August, so das Carbon Footprint Network, das den Erdüberlastungstag seit den 1970ern berechnet.
Neue Gentechnik-Regeln in der EU
Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

