Méco: Wasserwirtschaftsamt soll stärker mitwirken

von | 20.06.2024

CC BY-SA 4.0 MMFE/Wikimedia

Es steht schlecht um die Wasserqualität in Luxemburg. Kein einziger natürlicher Oberflächenwasserkörper befände sich in einem guten Zustand, kritisierte der Mouvement écologique auf einer Pressekonferenz des 20. Juni. Bei der Mehrheit (51 Prozent) sei der ökologische Zustand mäßig, bei jeweils einem Fünftel jedoch „unbefriedigend‟ oder sogar „schlecht‟ (23 und 20 Prozent). Alle seien mit Pestiziden verunreinigt. Daran sei aber nicht das Wasserwirtschaftsamt schuld, das seit zwanzig Jahren für die Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserquellen und Ökosysteme zuständig ist. Dazu gehört unter anderem die Wiederherstellung von Flüssen. Wegen struktureller Probleme, wie dem Mangel an Personal und finanziellen Mitteln könnten diese jedoch nur schleppend umgesetzt werden, so der Méco. Vor allem aber kritisiert die Umwelt-NGO das begrenzte Mitspracherecht des Amtes bei Entscheidungen, die die Landesplanung betreffen. Sie fordert deshalb den Ausbau der Kompetenzen des Amtes, um es im Vorfeld in der Entwicklung des Landes, etwa bei der Landwirtschaftsplanung, einzubinden. Auch ein Koordinator solle eingestellt werden, damit die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien effizienter wird. Auf politischer Ebene mangele es nämlich an Willen, kritisiert die NGO. Von den im zweiten Wasserwirtschaftsplan inbegriffenen Maßnahmen zur Verbesserung des Verlaufes der Gewässer ‒ was unter anderem gegen Hochwasser schützt ‒ seien gerade mal acht Prozent umgesetzt worden. Doch „diese Ziele sind nicht verhandelbar für das Erhalten unserer Lebensgrundlage‟, so Méco-Präsidentin Blanche Weber.

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