EU-Programm: Gesunde Ernährung fördern

von | 11.09.2017

Zu Schuljahresbeginn startet ein neues EU-Schulprogramm zur Förderung gesunden Essverhaltens. Auch Luxemburg wird finanziell unterstützt.

(Bildquelle: pixnio)

Kindern die Vorteile einer gesunden Ernährung vermitteln – das ist das Kernziel eines am 1. August in Kraft getretenen Programms der Europäischen Union. In seinem Rahmen können EU-Länder, die in ihren Schulen Obst, Gemüse und Milch anbieten, finanzielle Unterstützung beantragen. Begleitet wird dies durch ein umfassendes Bildungsprogramm, das SchülerInnen über die europäische Landwirtschaft aufklären und zum Verzehr von Obst, Gemüse und Milch anregen soll. Das Programm kann in der ganzen EU ab dem ersten Tag des Schuljahres 2017/18 umgesetzt werden.

Zu erfüllende Vorgaben

Mitgliedstaaten, die dieses – durch die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) unterstützte – Programm in Anspruch nehmen wollen, müssen sich an eine Reihe von Vorgaben halten. So sollen Obst und Gemüse möglichst frisch sein, verarbeitete Produkte wie Joghurt, Käse, Säfte und Suppen sind jedoch auch zugelassen. Für sie gilt allerdings, dass sie keine künstlichen Süßstoffe oder Geschmacksverstärker enthalten dürfen. Die Menge des enthaltenen Salzes, Fetts und Zuckers muss im Rahmen dessen liegen, was von den jeweiligen nationalen Gesundheits- bzw. Ernährungsbehörden zugelassen ist. Ferner ist auf die Saisonalität des Angebots zu achten sowie darauf, dass die Erzeugnisse aus der EU kommen.

Wie das Programm im Einzelnen umgesetzt wird und welche pädagogischen Angebote einbezogen werden, entscheiden die teilnehmenden Schulen selbst. Auch ob sie auf regionale, lokale oder Bioprodukte zurückgreifen wollen, ist ihnen überlassen. Wahlweise können zudem Schwerpunkte auf kurze Versorgungsketten und Qualitätsregelungen gelegt werden.

Programme, die den Verzehr von Obst und Gemüse fördern sollen, gab es zwar schon vorher, doch nun werden sie zusammengeführt. Dadurch sollen der Verwaltungs- und Organisationsaufwand verringert werden und die pädagogischen Maßnahmen größeres Gewicht erhalten.

Insgesamt stehen der EU 250 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Davon werden rund 150 Millionen Euro für Obst und Gemüse und 100 Millionen Euro für Milch bereitgestellt. Die jeweils zugeteilten Beträge hängen unter anderem von der Zahl der Kinder ab, die vom Programm profitieren. Der EU-Beitrag kann durch zusätzliche einzelstaatliche Beihilfen ergänzt werden. Luxemburg erhält für das kommende Schuljahr insgesamt 343.568 Euro Mittelzuweisung für Schulobst und -gemüse und 193.000 Euro für Schulmilch.

Auch die 27 weiteren Mitgliedstaaten haben erklärt, dass sie im Schuljahr 2017/18 an der Initiative teilnehmen wollen. Nach Angaben der EU-Kommission kam im vergangenen Jahr das vorherige Milchprogramm rund 20 Millionen Kinder und das Obst- und Gemüseprogramm etwa 11,7 Millionen Kindern zu Gute.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Neue Gentechnik-Regeln in der EU

Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

NEWS

Acier : gros profits et petites ambitions climatiques

Ils sont favorables aux objectifs de réduction des émissions de CO2 de l’UE et ils y ont beaucoup investi, disent-ils. Mais maintenant, cela leur coûte trop : ArcelorMittal, Voestalpine et Thyssenkrupp Steel ont uni leur plume cette semaine pour lancer « un appel commun en faveur d’une réforme urgente et pragmatique du système communautaire...

NEWS

Reegelwierk fir d’Liicht Sprooch

Leschten Dënschdeg huet den Zenter fir d’Lëtzebuerger Sprooch (ZLS) seng éischt Broschür fir d’Liicht Sprooch Lëtzebuergesch mat Reegelen a Recommandatioune fir eng inklusiv Kommunikatioun ouni sproochlech Barriäre publizéiert. De Kulturminister Eric Thill bezeechent d’Liicht Sprooch am Pressecommuniqué als e „konkreete Schrëtt a Richtung méi...

NEWS

Jahresbericht des CELPL: Neue Aufgaben

Der CELPL, Luxemburgs externe Kontrollinstanz für Orte des Freiheits- entzugs, hat seinen Jahresbericht 2025 vorgestellt. Neben Mängeln in Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen kündigt er darin für dieses Jahr eine Erweiterung des Mandats an.