Naturschutz für Wohnungsbau opfern

von | 04.10.2024

Geht es den Fledermäusen jetzt an den Kragen? (Foto: C. Robiller / Naturlichter.de, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons)

Am vergangenen Mittwoch segnete der Regierungsrat ein Gesetzesprojekt ab, mit dem die „administrativen Hürden“ des Naturschutzes abgebaut werden sollen, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Dazu gehört das oft zitierte Konzept der „Natur auf Zeit“, das bedeutet, dass in urbanen Gebieten – oder solchen, die es werden sollen – Biotope ohne Kompensierung zerstört werden können. Welche Auswirkungen das auf dort vorkommende geschützte Arten hat, ist noch unklar. Doch auch hier soll es fortan mehr Möglichkeiten für Ausnahmen geben, sodass der Bagger auch ohne Schadensbegrenzungsmaßnahmen für geschützte Tier- und Pflanzenarten rollen kann. Bäume am Rand von Straßen oder in Ortschaften sollen künftig „einfach“ durch neue Bäume ersetzt werden können, ohne dass eine ökologische Betrachtung nötig ist. Bereits die letzte Regierung hatte einen Gesetzesentwurf mit Änderungen am Naturschutzgesetz eingebracht. DP und CSV scheinen nicht mit diesem weiterarbeiten zu wollen, sondern haben einen neuen Entwurf geschrieben, der nun nach dem Regierungsrat ins Parlament kommt. Trotzdem sind einige Elemente geblieben: Die Anfechtung einer Behördenentscheidung soll wieder durch den „recours en réformation“ passieren. Im Klartext heißt dies, dass Gerichte – ohne Naturschutzexpertise – die Entscheidungen von Behörden abändern können. Das soll Prozeduren beschleunigen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWSWOXX@HOME

Halb voll oder halb leer?

Nicht nur der deutsche Bundeskanzler hat seine Probleme mit dem berühmten Glas, das Optimist*innen von jener Gattung Mensch, die immer Trübsal bläst, unterscheiden soll. Da gibt es die schöne Pressehilfe 2.0, und dann soll sie nicht reichen?

NEWS

Europa: Ein Drittel will den radikalen Bruch

Knapp ein Drittel der Europäer*innen sehen sich derzeit mit ihrer Wahlentscheidung bei einer rechtsextremen, -populistischen oder aber „linksradikalen“ Partei angesiedelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die am Donnerstag vergangener Woche veröffentlich wurde.

NEWS

Logement : La jeunesse élargit le mouvement

Loyers trop élevés, spéculation immobilière, accès à la propriété hors de portée : la crise du logement rend l’accès à un toit toujours plus difficile au Luxembourg. Treize organisations de jeunesse appellent à une mobilisation qui dépasse leur génération.

NEWS

Pétrole : la guerre est une bonne affaire

Alors que la guerre contre l’Iran fait flamber les prix à la pompe, elle gonfle aussi les marges de l’industrie pétrolière : 36 milliards d’euros supplémentaires dans l’UE depuis le 1er mars, dont 210 millions au Luxembourg, d’après une étude commandée par Greenpeace Allemagne.