
(© Sasha Ostrov/Netflix)
Zwei Jahre nach der Fehlgeburt ihres gemeinsamen Kindes steht die Beziehung von Tim (Matthias Schweighöfer) und Olivia (Ruby O. Fee) am Abgrund. Als Olivia nach einem Streit ihre Wohnung in Hamburg verlassen will, stößt sie auf eine schwarze Mauer aus mysteriösem, unzerstörbarem Material, die das Haus vollständig von der Außenwelt abschneidet. Zusammen mit den anderen Bewohner*innen beginnt ein verzweifelter Kampf, um zu verstehen, was geschehen ist – und ob es einen Weg nach draußen gibt. Der Mystery-Thriller von Philip Koch startet vielversprechend, verliert sich jedoch bald in vorhersehbaren Handlungssträngen, blassen Figuren und einigen Film- und Logikfehlern, die trotz solider schauspielerischer Leistungen nicht wettgemacht werden können. Gegen Ende setzt der Film stärker auf Horrorelemente, ohne damit die Spannung wirklich zu steigern. In puncto Diversität ist positiv anzumerken, dass neben weißen und heterosexuellen Figuren auch POC- und queere Charaktere auftreten. Allerdings nimmt ihre Entwicklung die gängigen, wenig erfreulichen Bahnen – sie enden in Tod oder Wahnsinn, während die heterosexuellen Paare im Zentrum der Handlung bleiben. Auffällig sind außerdem die Altersunterschiede innerhalb der Paarkonstellationen, die mindestens zehn Jahre betragen, wobei Ruby O. Fee und Matthias Schweighöfer auch abseits der Leinwand seit 2019 ein Paar sind.

