Buchtipp: Durch das Raue zu den Sternen

von | 30.10.2025

(© Klett-Cotta)

Die willensstarke Arkadia Fink, Moll genannt, hat sich in den Kopf gesetzt, in einem berühmten Knabenchor zu singen. Die 13-Jährige lässt sich von nichts und niemandem von ihrem Plan abbringen, Rückschläge und Absagen lassen sie umso verbissener an ihrem Wunsch festhalten, Warnungen schlägt sie in den Wind. In seinem Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ erzählt Christopher Kloeble die Geschichte einer jungen Heldin, die nach den Sternen greift und dabei ein Stückchen erwachsener wird. Sie erfährt im Verlauf der Handlung nicht nur mehr über sich, sondern lernt auch das Leben in seiner ganzen schmerzhaft-schönen Vielschichtigkeit kennen. Eine in klangvolle Sprache gepackte Erzählung über die Notwendigkeit, der Wirklichkeit ins Auge zu blicken und dabei nicht den Mut zu verlieren.

Christopher Kloeble: „Durch das Raue zu den Sternen“. 240 Seiten. Klett-Cotta, 2025.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran

„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.

KULTURTIPP

Buchtipp: Die Rettung

Um eine Vorstellung von den Auswirkungen der Klimakrise zu bekommen, brauchen wir Geschichten über die Klimakrise. „Die Rettung“ von Charlotte McConaghy hätte eine solche Geschichte sein können. Sie ist an einem sehr interessanten Ort angesiedelt: Auf einer kleinen (fiktiven) Insel zwischen der Antarktis und Australien lebt ein Vater allein...

KULTURTIPP

Albumtipp: Masquerade

Wie ein sich zuziehender Himmel verdunkelt sich das Debütalbum „Masquerade“ des irischen Quintetts „Cardinals“ graduell. Sind die Anfangsklänge noch schmissig-ausladend, kippt die Stimmung spätestens bei „Over at Last“, der als der fünfte der zehn Songs die Achse des Album bildet. Die Musik nimmt an Fahrt auf, die Gitarren drängen nach vorn...