Luxemburgs Gesundheitsprofil

von | 16.01.2026

Im Rahmen der EU-Initiative „State of Health in the EU“ wurde am 13. Januar das aktuelle Gesundheitsprofil für Luxemburg vorgestellt. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht vergleicht die Gesundheitssysteme der EU-Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen. Mit einer Lebenserwartung von 83,5 Jahren belegte Luxemburg 2024 hinter Italien, Schweden und Spanien den vierten Platz. Frauen können ab 65 Jahren im Schnitt noch 22,2 Jahre erwarten, Männer 19,6 Jahre (EU-Durchschnitt: rund 21,5, bzw. 18,5 Jahre). Die Zahl der gesunden Lebensjahre unterscheidet sich dabei kaum (9,8 Jahre bei Frauen, 9,7 bei Männern). Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs machten 2023 rund die Hälfte aller Todesfälle aus, jeder vierte Todesfall im Jahr 2021 war auf verhaltensbedingte Risikofaktoren zurückzuführen. Während der Tabakkonsum zurückging, geben der zunehmende Konsum von E-Zigaretten, Bewegungsmangel und Adipositas – insbesondere bei Jugendlichen – Anlass zur Sorge. Luxemburg schneidet bei der durch Prävention und Behandlung vermeidbaren Sterblichkeit besser ab als die meisten EU-Länder, bei der Versorgung chronischer Erkrankungen besteht jedoch weiterhin Verbesserungsbedarf. Kritisch gesehen werden zudem die geringe Nutzung von Generika sowie problematische Medikamentenverschreibungen bei älteren Menschen, etwa mit Benzodiazepinen. Die Gesundheitsausgaben pro Kopf lagen 2024 mit 4.614 Euro über dem EU-Durchschnitt. Gemessen am Bruttonationaleinkommen fällt der Anteil mit 8,3 Prozent jedoch niedriger aus als im EU-Durchschnitt von rund 10 Prozent.

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