
(© IMAGO/Landmark Media)
Mit „Marty Supreme“ legt Josh Safdie sein erstes Solo-Regiewerk seit der jahrelangen Zusammenarbeit mit seinem Bruder Benny vor – und bleibt doch dem Stil treu, den man bereits aus „Uncut Gems“ (2019) kennt. Statt Diamanten und Wettbüros stehen diesmal Tischtennishallen der 1950er-Jahre im Fokus, doch das Prinzip bleibt dasselbe: permanenter Stress, rasendes Tempo, ein Antiheld im freien Fall. Im Mittelpunkt steht der egozentrische Tischtennisspieler und Betrüger Marty Mauser (beeindruckend gespielt von Timothée Chalamet). Die Geschichte führt von New York über London bis nach Tokio und verbindet Tischtennis-Turniere mit kriminellen Machenschaften und zweifelhaften Allianzen. Mit rund 150 Minuten ist der Film etwas lang geraten; vor allem in der zweiten Hälfte verliert die Erzählung an Schwung und wiederholt einige Motive. Die letzten 30 Minuten gewinnen jedoch wieder an emotionaler Schlagkraft und bescheren einen packenden Abschluss.

