Ich kann mir gar nicht vorstellen, worüber wir mal streiten sollen

von | 09.11.2017

Tanja Esch verarbeitet ihren Trennungsschmerz in einem tragikomischen Comicband. Die woxx hat ihn gelesen.

Foto: Jaja Verlag

Beziehungsstreit und Trennungen sind nicht unbedingt furchtbar lustige Themen. Der Comicautorin Tanja Esch gelingt mit ihrem zweiten Buch „du kannst natürlich heute noch hier schlafen“ der Spagat, über das Ende von Beziehungen zu schreiben und gleichzeitig komisch zu sein, ohne die zwischenmenschliche Tragik auszublenden. In kurzen Vignetten zeigt sie Augenblicke „katastrophaler Affären“ und „gescheiterter Beziehungen“ und offenbart ihren LeserInnen jene Sprüche, die sie am Ende dieser Begegnungen um die Ohren gehauen bekommen hat. Manchmal ist Stille noch schlimmer. Zum Beispiel bei P., der wegfährt und nach einer CD fragt, um sich die Autofahrt zu verkürzen. Esch gibt ihm ein Album mit dem Titel „Brichst du mir das Herz, brech ich dir die Knochen“ mit auf den Weg; es stellt sich heraus, dass es die letzte Begegnung des Paares sein sollte. Ihre Zeichnungen sind minimalistisch, und dennoch hat sie ein feines Auge für die wichtigen Details – seien es Frisuren oder die Brille, die stets neben dem Bett liegt. Es gelingt ihr, trotz „kritzeliger“ Zeichnungen stets das ganze Drama – und die Komik – zwischenmenschlicher Konflikte aufzuzeigen.

Foto: Jaja Verlag

Tanja Esch – du kannst natürlich heute noch hier schlafen
Jaja Verlag, 2017. 44 Seiten, 12 Euro.

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