Luxemburg ist immer noch ein Autoland

von | 07.12.2017

Am Donnerstag präsentierte das Nachhaltigkeitsministerium die ersten Ergebnisse der Mobilitätsstudie „Luxmobil 2017“. 40.000 Haushalte in Luxemburg und 45.000 Grenzpendler*innen in den Nachbarländern waren aufgefordert, ihr Verkehrsverhalten offenzulegen. Die Rücklaufquote lag je nach Land zwischen einem Viertel und einem Drittel, insgesamt antworteten über 38.000 Menschen. Wenig überraschendes Ergebnis: Der PKW ist nach wie vor das unangefochtene Verkehrsmittel Nummer Eins in Luxemburg. 69 Prozent der Wege entfallen auf den motorisierten Individualverkehr, 17 Prozent werden mit Bus oder Bahn zurückgelegt, 12 Prozent zu Fuß und lediglich 2 Prozent mit dem Fahrrad. Während berufliche Fortbewegungen zu 90 Prozent mit dem Automobil erfolgen, sind es beim Schultransport nur 39 Prozent – das „Elterntaxi“ ist dennoch das am häufigsten benutzte Transportmittel bei Luxemburgs Schüler*innen. Mit dem Fahrrad werden in Luxemburg vor allem Freizeitfahrten getätigt; aufs Ganze gesehen kommt der Drahtesel mit 4 Prozent der Wege aber nur selten zum Einsatz. Bis 2020 will die Regierung mit der „Modu“-Strategie Fuß- und Radverkehr auf 25 Prozent des sogenannten Modalsplits bringen, der Pkw-Verkehr soll auf 56 Prozent zurückgedrängt werden. Im nächsten Jahr soll die Strategie anhand der neuen Daten aktualisiert werden.

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