Dass ein geschlechterbewusster Sprachgebrauch der woxx ein wichtiges Anliegen ist, dürfte für die meisten unserer Leser*innen keine neue Information sein. Dennoch mag einigen in den letzten Wochen diesbezüglich eine Veränderung aufgefallen sein: Wurde auf unseren Seiten bisher nämlich in deutschsprachigen Texten mit großem Binnen-I gegendert (z.B. SchülerInnen), so verwenden wir neuerdings ein Sternchen (Schüler*innen). Was an sich nur nach einer kleinen Umstellung aussieht, enthält einen größeren symbolischen Wert. Während das Binnen-I nämlich die Geschlechterbinarität – also die Annahme, dass es nur zwei Geschlechter gibt – zementiert, ist das Sternchen ein sprachliches Hilfsmittel, um verschiedene Geschlechter und Identitäten zu berücksichtigen. Nun dürfte aufmerksamen Leser*innen nicht entgangen sein, dass die woxx das Sternchen anders verwendet als dies gemeinhin getan wird. Wir verzichten deshalb auf eine Hochstellung des Symbols, um eine optische Angleichung an das französische Gendering (étudiant-e-s) zu gewährleisten. Es sei noch erwähnt, dass woxx-Journalist*innen in ihren Texten zwar auf diese Weise gendern, es unseren freischaffenden Mitarbeiter*innen jedoch weiterhin überlassen bleibt, ob und wie sie gendern wollen.
Halb voll oder halb leer?
Nicht nur der deutsche Bundeskanzler hat seine Probleme mit dem berühmten Glas, das Optimist*innen von jener Gattung Mensch, die immer Trübsal bläst, unterscheiden soll. Da gibt es die schöne Pressehilfe 2.0, und dann soll sie nicht reichen?

