Nicht nur der deutsche Bundeskanzler hat seine Probleme mit dem berühmten Glas, das Optimist*innen von jener Gattung Mensch, die immer Trübsal bläst, unterscheiden soll. Da gibt es die schöne Pressehilfe 2.0, und dann soll sie nicht reichen? Wieso die vom ehemaligen Premier Xavier Bettel durchgesetzte Reform der Pressehilfe den Belangen eines auf Qualität orientierten Journalismus nicht gerecht wird, hat unsere Zeitung bereits mehrfach thematisiert. Weshalb aber die woxx gerade zum 50. Jubiläum der Pressehilfe auf Krisenmodus schaltet, hat mit einer vorhersehbaren Entwicklung zu tun: Die „normalen“ Einkünfte der klassischen Medien – Bezahl-Abonnements und Anzeigen – brechen weiter ein, doch die Produktionskosten zeigen den genau entgegengesetzten Trend. Dazwischen bleibt immer weniger übrig, um das zu finanzieren, was guten Journalismus ausmacht. Und genau hier versagt auch die Reform der besagten Reform, die vor letztem Sommer verabschiedet wurde und die Bezuschussung pro Journalist*in nicht angepasst hat. „Too little to live, too much to die“, musste die woxx ihren Leser*innen in einem offenen Brief mitteilen. Jedenfalls wenn es darum geht, das woxx-Projekt weiterzuentwickeln und Teamstärke auf dem erhofften Level zu halten. Die Message scheint angekommen zu sein, sind doch schon einige Spenden und ermutigende Rückmeldungen eingegangen. Eine erste Bilanz präsentieren wir in zwei Wochen.
Zwischenwahlen in den USA: „Niemand weiß, was Trump tun wird“
Am kommenden Dienstag finden in den USA die „midterms“ statt. Die woxx sprach mit dem Historiker Jeffrey Herf über Perspektiven für die Zeit danach, den Zustand der beiden politischen Lager und Trumps Bruch mit den Prinzipien US-amerikanischer Außenpolitik.

