Luxemburg-Saarbrücken in 35 Minuten

von | 18.02.2018

Ende Januar hatte der junge Luxemburger Student im konstruktiven Ingenieurbau Michel Bichler mit einem RTL-Beitrag die Diskussion um eine Eisenbahnverbindung in Richtung Saarbrücken wieder aufflammen lassen.

Seinen Berechnungen nach würde eine neue Streckenführung über Contern und Remich bis ins saarländische Merzig es erlauben, die Saarmetropole mit Schnellzügen in 35 Minuten mit der Luxemburger Hauptstadt zu verbinden. Seinen Studienort München „in vier Stunden an Luxemburg anzubinden, würde sogar dem Flugzeug Konkurrenz machen“, meint Michel Bichler, der seiner Idee auch mit einer eigenen Homepage Nachdruck verleiht.

Tatsächlich ist Saarbrücken besser als Trier an das deutsche Fernnetz angebunden. So ergäben sich zum Beispiel auch Zeitersparnisse von bis zu drei Stunden nach Berlin und zwei Stunden nach Hamburg im Vergleich zur zeitaufwändigeren Verbindung über Koblenz. Aber auch die Pendler*innen aus der Region würden vom Zug profitieren: Der direkte CFL-Bus braucht derzeit eine Stunde und 15 Minuten, um die beiden Hauptbahnhöfe zu verbinden und nimmt dazwischen keine weiteren Reisenden auf. Das könnte der Zug besser: Selbst ein langsamer Regionalzug könnte die Strecke in knapp 50 Minuten bewältigen und dabei Pendler*innen an bis zu elf Zwischenhalten aufnehmen beziehungsweise absetzen.

Illustration: Michel Bichler

Einem ähnlich lautenden Vorschlag der saarländische Grünen vom 13. Februar erteilte die Sprecherin des Luxemburger Nachhaltigkeitsministeriums mittlerweile im „essentiel online“ eine Abfuhr: Die Forderung sei nicht neu, aber eine Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass „die Busverbindung zwischen den beiden Städten der Nachfrage der Grenzgänger gerecht werde“.

Der Vorsitzende der saarländischen Grünen Markus Tressel sieht da etwas weiter: „Das große Wachstum Luxemburgs eröffnet dem Saarland viele Chancen – gerade dem ländlichen Nordsaarland, das derzeit massiv mit dem demographischen Wandel zu kämpfen hat. Voraussetzung dafür ist jedoch eine frühzeitige und konsequente Weichenstellung.“

Dat kéint Iech och interesséieren

ËMWELTPODCAST

Am Bistro mat der woxx #376 – Directive de la vigilance

Chaque semaine, le podcast de la woxx vous offre un regard en coulisses sur notre travail journalistique et explore les enjeux derrière nos articles. Cette semaine-ci, les journalistes Fabien Grasser et María Elorza Saralegui se centrent sur une directive européene concernant le devoir de vigilance. Considérablement affaiblie lors des...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #375 – Wéi hëtze mir an der Zukunft?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Gas a Masutt ginn de Moment erëm méi deier, well Krich am noen Osten ass. Dat wier nieft dem Klimaschutz e weidere Grond, fir esou séier wéi méiglech op aner Methode fir ze Hëtzen ëmzeklammen. Bis 2050 wëll Lëtzebuerg...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #373 – Geschlechtersensibel behandelen

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Laang Zäit gouf de männleche Kierper als medezinesche Standart ugesinn – an dat mat konkrete Konsequenzen: Frae ginn heefeg méi spéit diagnostizéiert, leiden dacks ënner méi staarken Niewewierkunge vu Medikamenter a...