Facebook schafft politische Transparenz

von | 29.03.2018

Als Reaktion auf den Skandal um den Missbrauch von Nutzerdaten zur Manipulation des US-Wahlkampfs will Facebook seinen Mitgliedern künftig mehr Kontrolle über den Umgang mit ihren persönlichen Daten geben. Die Firma erklärte, die Nutzung der Netzwerke für politische Einflussnahme lasse sich nicht vermeiden, da die Rentabilisierung der erhobenen Daten Teil von Facebooks Geschäftsmodell ist. Allerdings wird man künftig frei wählen können, von wem man sich manipulieren lässt. Ab kommenden Sonntag 0.00 Pacific Time (9.00 MESZ) bekommt der Like-Button eine neue Funktion: Bei politisch relevanten Seiten gilt seine Betätigung als Erklärung des Einverständnisses mit künftiger Einflussnahme durch den betreffenden Akteur. Neben den Seiten von Russland oder rechten Gruppen gilt diese Regel auch auf den Seiten anderer Länder wie der USA und politischer Organisationen wie weltweit aktiver NGOs. Nach Informationen der woxx fallen auch finanzkräftige Unternehmen und Wirtschaftslobbys unter die Regelung. Da alle diese Akteure in der Vergangenheit mit traditionellen Mitteln Einfluss auf die Politik genommen haben, stellt die Neuerung nach Auffassung von Facebook kein Problem dar. Man darf gespannt sein, wie sich diese neue, transparent Art der politischen Manipulation auf die anstehenden Wahlen in Luxemburg auswirken wird.

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