Schwedisches Modell?

von | 02.01.2014

(avt) – In einer gemeinsamen parlamentarischen Anfrage wollten Diane Adehm und Gilles Roth wissen, wie es um die (Neu-)Regelung der Prostitution steht. Sie nahmen Bezug auf die Gesetzesnovellierung in Frankreich vom 4. Dezember 2013, die Freier sexueller Dienste bestraft und wollen wissen, wie die Luxemburger Regierung dazu steht. Ferner, ob ein neues Gesetz den Vorschlag der Grünen, die Ausübung des Gewerbes als sozialversicherungspflichtigen Beruf anzuerkennen, zu Grunde lege. In seiner Antwort verspricht Felix Braz, sich mit dem Thema ausführlich auseinanderzusetzen. Es sei Absicht der Regierung, eine Debatte um Prostitution in Gang zu bringen, um zu einer Lösung zu gelangen, die auf gegenseitigem Respekt basiere – mit der langfristigen Perspektive, der Prostitution einen legalen Rahmen zu geben. Unlängst forderte der nationale Frauenrat in Luxemburg ein Gesetz nach schwedischem Modell. Aber ist das realistisch? In einem rezenten Artikel auf goosch.lu gibt Tréis Gorza nicht nur einen guten Überblick auf die Diskussion in Deutschland und Frankreich, sondern plädiert dafür, den Fokus auf die prekäre Lage der Frauen in der Arbeitswelt zu legen. Frauen sind es, die mehrheitlich sexuelle Belästigung oder Gewalt am Arbeitsplatz erfahren. Solange diese Missachtung der Würde anhalte, sei es „scheinheilig, Prostitution zu verbieten“.

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