Agrargifte im Bienenpollen 

von | 18.04.2014

(avt) – Über zwei Drittel des Pollens in den Bienenstöcken europäischer Länder sind mit bis zu 17 verschiedenen giftigen Pestiziden belastet, so das Ergebnis einer Greenpeace-Studie. Bei den Chemikalien, die in den gesammelten Pollen nachgewiesen wurden, handelt es sich um eine Vielzahl von Insektiziden, Akariziden, Fungiziden und Herbiziden, die von Agrochemieunternehmen wie Bayer hergestellt werden. Die Studie, auf die sich Greenpeace stützt, ist die größte Untersuchung ihrer Art in Europa. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 100 Proben aus zwölf Ländern analysiert, insgesamt wurden 53 verschiedene Chemikalien nachgewiesen. Die Studie zeigt eine unverantwortliche Belastung von Bienen und anderen wichtigen Bestäuberinsekten auf. Bienen würden einem Cocktail von toxisch wirkenden Pestiziden ausgesetzt, erklärt Martina Holbach von Greenpeace Luxemburg, für die die Untersuchung beweist, dass das aktuelle Landwirtschaftsmodell in Europa, das auf intensivem Einsatz von giftigen Pestiziden und großflächigen Monokulturen basiert, dringend reformiert werden muss.

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