Presserat ruft zur Einheit aller Akteure auf

von | 13.11.2014

(rg) – In einem auf den 12. November 2014 datierten Kommuniqué zeigt sich das Exekutivkomitee des Luxemburger Presserates, der sich paritätisch aus Verlegern und Journalisten zusammensetzt, sehr besorgt über die geplanten Einsparungen der Regierung bei der direkten und der indirekten Pressehilfe. „Die geplanten Einsparungen könnten einzelne Verleger dazu zwingen, drastische und folgenschwere Maßnahmen zu ergreifen“, heißt es in der Stellungnahme. Auch einen Monat nach Bekanntwerden des „Zukunftspak“, sind die genauen Einzelheiten der Sparmaßnahmen noch immer nicht bekannt, doch sollen sie „in den nächsten Tagen“ den Verlegern übermittelt werden. Der Presserat betont in diesem Zusammenhang, dass, um „eine ordentliche Debatte in dieser Sache führen zu können (…) alle betroffenen  Akteure, Verleger und Journalisten, in aller Transparenz informiert und angehört werden“ müssten. Er erinnert ebenfalls „alle Entscheidungsträger an die Wichtigkeit der Medienvielfalt in Luxemburg, die jetzt, sollte es zu massiven Einsparungen kommen, arg in Gefahr gerät“. Da einige Sparmaßnahmen, wie etwa die umfassenden Abbestellungen von Zeitschriftenabonnements durch die Verwaltungen, schon jetzt oder, wie der Stop der öffentlichen Anzeigen, spätestens im neuen Jahr greifen werden, ist zudem ein hoher Zeitdruck entstanden, da die ökonomische Basis vieler Printmedien durch die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre ohnehin stark angeschlagen ist. Der Presserat plant die Einsetzung einer speziellen Arbeitsgruppe, die es erlauben soll, schnell und gezielt auf die Vorschläge der Regierung einzugehen und um ein gemeinsames Vorgehen vorzubereiten.

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