Internetsicherheit: CIRCL registrierte 2018 über 12.000 Fälle

von | 18.01.2019

2018 erlebte Phishing einen bemerkenswerten Aufstieg in der Rangliste der Computerkriminalität in Luxemburg.

(Logo: CIRCL)

Das Computer Incident Response Center Luxembourg (CIRCL) hat seine Zahlen für 2018 veröffentlicht. Das CIRCL dient dem Privatsektor, Gemeinden und NGOs als Anlaufstelle fürFälle, in denen die Computer- oder Internetsicherheit verletzte wurde, also zum Beispiel bei Datenklau, Phishing, Malware oder DDos-Attacken.

Dass die Zahl der Fälle, die vom CIRCL bearbeitet werden, über die Jahre gestiegen ist, liegt nicht nur daran, dass durch die zunehmende Digitalisierung mehr Angriffsfläche vorhanden ist, sondern auch daran, dass das Zentrum bekannter wird. Am häufigsten wurden 2018 Fälle von Phishing gemeldet. Die Methode bezeichnet das „Fischen“ nach Informationen wie Nutzer*innennamen und Passwörtern, oft mittels gefälschter Emails.

Bemerkenswert: Obwohl Phishing in den meisten Jahren an erster Stelle lag, war der Anteil mit 45 Prozent der Fälle noch nie so hoch wie 2018. Ungefähr ein Fünftel der restlichen Fälle waren jeweils Datenklau oder Scams, bei denen Menschen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erpresst wurden. Malware wie Viren oder Trojaner spielten mit 4 Prozent der Fälle im Gegensatz zu den Vorjahren eine sehr untergeordnete Rolle. Eine Methode, auf die CIRCL besonders hinweist, ist Erpressung mit der Angabe, das Opfer sei beim Ansehen pornografischen Materials heimlich gefilmt worden. Weitere Informationen unter circl.lu.

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