Anlaufstelle für benachteiligte Schüler*innen

von | 05.10.2018

Die Schulmediationsstelle stellt neben der Diversifikation des Schulangebots und der Implementierung von Kompetenzzentren nun eine weitere Maßnahme dar, mit welcher das Bildungsministerium benachteiligte Schüler*innen unterstützen will.

© Gouvernement.lu

Faire Chancen für alle Schüler*innen – diesem Ziel hofft das Bildungsministerium mit der Implementierung des „Service au maintien, à l’inclusion et à l’intégration scolaires“ etwas näher zu kommen. Seit Schuljahresbeginn steht der Dienst mit Mediatorin Lis de Pina und zwei weiteren Mitarbeiterinnen Schüler*innen, Eltern, Erzieher*innen und Lehrkräften beratend zur Verfügung. Der Fokus richtet sich auf Schüler*innen, die es in unserem Schulsystem besonders schwer haben: solche mit Migrationshintergrund, mit spezifischen Bedürfnissen oder solche aus sozio-ökonomisch schwachen Familien.

Vor allem für Schüler*innen und Eltern, die den Eindruck haben, dass ihre Rechte nicht berücksichtigt wurden und sie nicht die Unterstützung erfahren, die ihnen eigentlich zusteht, soll die Schulmediation ab sofort eine Anlaufstelle darstellen. Dies aber erst, wenn andere Instanzen, wie etwa die zuständige Direktion, nicht weiterhelfen konnten. Nachdem Betroffene ihren Fall dargelegt haben, kann die Schulmediation zum Beispiel versuchen, in der jeweiligen Struktur zu vermitteln und zur Lösung des Konflikts beizutragen. „Zwischen Eltern und Lehren kann es schon mal zu Verständnisschwierigkeiten kommen. Ich sehe meine Rolle in dieser Hinsicht als eine Art Übersetzerin“, so de Pina. Die Schulmediation handele vertraulich, unabhängig und unparteisch.

Eine weitere Mission der Schulmediatorin besteht darin, das Bildungsministerium über strukturelle Probleme zu informieren. Zu diesem Zweck soll ein jährlicher Bericht ausgearbeitet werden, in welchem über eventuelle Missstände informiert und darlegt wird, welche Änderungen notwendig wären. „Falls auffallen sollte, dass das Gesetz zwar berücksichtigt wird, es aber ein generelles Unwohlsein gibt, kann dies zu einer Empfehlung führen, das Gesetz zu ändern oder anders darauf zu reagieren“, so Meisch. Auf diese Weise könne vermieden werden, dass sich immer wieder dieselben Probleme stellen. Die jeweiligen Berichte werden sowohl der Regierung als auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein. Das Büro der Mediationsstelle, die sich als unabhängige Instanz versteht, befindet sich zwar im Gebäude des Bildungsministeriums, verfügt jedoch über einen separaten Eingang.

Weitere Informationen sowie das Beschwerdeformular unter www.mediationscolaire.lu

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