FILMGESCHICHTE: Komplexe Entmündigung

Paul Lesch hat vor kurzem ein Buch über Filmzensur in Luxemburg geschrieben. Mit der woxx sprach er über seinen Beruf und erklärt, inwiefern Kinokultur die Gesellschaft widerspiegelt.

Stöbert im kollektiven Filmgedächtnis: der Historiker Paul Lesch.

woxx: Herr Lesch, wie fühlt man sich als Luxemburgs einziger Filmhistoriker?

Paul Lesch: Das ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits hat man sehr viel Freiraum, was die Themen angeht. Andererseits mangelt es an Konkurrenz. Zwar versteckt niemand rare Dokumente vor mir, aber ich kann meine Arbeit mit niemandem vergleichen. Es ist auch lange nichts geschehen. Während 80 Jahren gab es keine Arbeiten die sich mit der Produktion oder Rezeption von Filmen beschäftigt haben. mehr lesen / lire plus

HENRI MALER: Critique des médias

Henri Maler, maître de conférence à Paris 8,
est l’un des fondateurs et animateurs d’Action Critique Médias (Acrimed) – un observatoire des médias fondé à la suite des grands mouvements sociaux de 1995, connu pour son site internet: www.acrimed.org

Henri Maler avec, au second plan, le sociologue
Patrick Champagne lors d’une réunion de travail d’Acrimed. (photo: privé)

woxx: M. Maler, pourquoi Acrimed a-t-elle été fondée?

Henri Maler: Acrimed est une association qui est née dans la foulée du mouvement social de novembre – décembre 1995. Plus exactement de l’appel à la solidarité avec les grévistes associé au nom de Pierre Bourdieu. mehr lesen / lire plus

LITERATUR: Gast im eigenen Land

Vor kurzem brachte der in Wien lebende, luxemburgische Schriftsteller Raoul Biltgen seinen Roman „perfekt morden“ heraus: Im Buch geht es um einen luxemburgischen Autor der in Wien lebt und manchmal Leute abmurkst …

Gastarbeiter in Sachen Theater und Literatur: Raoul Biltgen. (Foto: Molden Verlag)

woxx: Herr Biltgen, in „perfekt morden“ kommen Ihr Heimatland und vor allem die darin lebenden „Hobbykünstler“, nicht so gut weg. Hassen Sie Luxemburg?

Raoul Biltgen: So eng will ich es nicht sehen. Ich bin und bleibe Luxemburger. Es würde keinen Sinn machen, meine Herkunft zu verneinen. Aber meine Wahlheimat Österreich gibt mir den Raum, den ich brauche um als Künstler leben zu können. mehr lesen / lire plus

KOLLEKTIVE: Holzbank und Ledersessel

Dieses Jahr feiern gleich zwei luxemburgische Künstlerkollektive ihr zehnjähriges Bestehen: Maskénada und Independent Little Lies (ILL). Zwei Mitglieder kommentieren die Perspektiven freischaffender Künstler in Luxemburg.

Schwierige Balanceakte: ehe die Proben beginnen können, müssen viele Klinken geputzt werden. Hier „Animal“: Choreographie, zu sehen in der Kufa dieses Wochenende. (Probenfoto)

Einfach ist es nicht, an ihn ranzukommen. Marc Baum sitzt erschöpft aber zufrieden auf einer Holzbank im großen Café der Escher Kulturfabrik. Die Bedienung weiß schon was er trinken will und bringt ein Glas Rotwein. Der Grund für seine ständige Präsenz in dem alten Schlachthaus: Dieses Wochenende wird der ganze „Kufa“-Komplex seiner Truppe gehören. mehr lesen / lire plus

ZOMBIE FILM: Mit Bierflaschen gegen Untote

„Zombie Film“ heißt die neueste luxemburgische Filmkreation. Hinter dem Projekt stecken aber keine Profis, sondern begeisterte Amateure. Die woxx traf die Freizeit- Hollywoodianer.

Haben alles fest im Griff: „obskura“-Präsident Patrick Ernzer, Darsteller Steve Thull und Kameramann
Carlo Palucca (von links nach rechts) (Foto: lc)

Oktober 2005 in Luxemburg: unheimliche Plakate, Flyer und Prospekte tauchen in Cafés und Clubs auf: Sie kündigen einen geheimnisvollen „Zombie Film“ an. Und doch hat keiner der wenigen bekannten Regisseure des Landes ein neues Werk produziert, schon gar nicht den „First ever Zombiefilm made in Luxemburg“. Ins Leben gerufen wurde der blutige Streifen von der „obskura a.s.b.l.“ mehr lesen / lire plus

CINEMA ALTERNATIF: Plateforme d’images vagabondes

Depuis un an, des flyers annonçant des soirées „Open Screen“ envahissent les locaux du Luxembourg branché. Pourtant les deux initiateurs, Tanja Frank et Carlo Thiel, se tiennent plutôt couverts. Nous les avons fait parler pendant un dî ner à Esch.

Lorsqu’ils ont organisé leur premier Open Screen en juin 2004, Tanja Frank et Carlo Thiel n’avaient pas imaginé qu’un an plus tard leur idée attirerait entre 50 et 100 personnes par manifestation. „Au début je me disais qu’on ferait deux ou trois soirées et qu’après plus personne ne s’intéresserait à ces films“, remarque Carlo en attaquant sa bouchée à la reine dans l’ambiance feutrée du bistrot de la Kulturfabrik à Esch. mehr lesen / lire plus

KIM KI-DUK: Amour interdit et club de golf

Avec „Bin Jip“, primé à la Mostra de Venise,
le réalisateur coréen Kim Ki-duk, livre une histoire d’amour intense.

Le jeune couple (Lee Seung-yeon et Jae Hee) sur le point d’ouvrir leur nouvelle demeure nocturne.

Il était une fois, un jeune homme en partie réel, à moitié fantôme. Aussi discret et banal que les affichettes qu’il colle sur les serrures des maisons, dans lesquelles il s’installe pour la nuit. Il vérifie simplement si les propriétaires n’ont pas enlevé l’affichette, ce qui trahit leur absence. Une combine aussi simple qu’efficace. Pourtant ce n’est pas un cambrioleur, il ne vide que les frigos et dort dans des lits pas faits pour lui. mehr lesen / lire plus

WIM WENDERS: Land of Plenty

Wim Wenders neuestes Werk zeigt die USA als zutiefst erschüttertes Land. Ein kriegsversehrter und paranoider Vietnamveteran der an jeder Ecke einen Terroristen vermutet, trifft auf seine Nichte, eine christliche Pazifistin, die sich in Krisengebieten engagiert. Ihre Reise führt gleichzeitig durch ein Land, das nach dem 11. September nie mehr das Gleiche sein wird, als auch tief in die Seelen des ungleichen Paares. „Land of Plenty“ ist ein vorurteilsfreier, europäischer Blick auf die Nordamerikaner: ein allzu seltenes Spektakel.

Im Utopia im Rahmen der Summerfollies. mehr lesen / lire plus