D-Day: Mit der woxx am Landungsstrand

Zum 75. Mal jährt sich heute die Landung alliierter Truppen in der Normandie. Damit wurde die Zerschlagung der deutschen Naziherrschaft über Europa endgültig eingeleitet. Die woxx war zum 60. Jahrestag dort – eine Reportage aus unserem Archiv.

Um 6.30 Uhr vor 75 Jahren, am Morgen des 6. Juni 1944, gingen in der Normandie die ersten Infanterietruppen der alliierten Streitkräfte an Land. Sie leiteten damit die endgültige Niederschlagung der Naziherrschaft ein. Es war die größte militärische Operation kombinierter Land-, See- und Luftstreitkräfte, die bis dahin je unternommen worden war. Zehntausende Soldaten erstürmten insgesamt fünf Strandabschnitte und trafen dabei teils auf heftige deutsche Gegenwehr.

Am Ende des ersten Tages waren 4.400 Soldaten der Alliierten tot, 9.000 waren verwundet. Auch Tausende französische Zivilisten wurden im Verlauf der Invasion getötet. Zwei Mitglieder des woxx-Teams waren zum 60. Jahrestag des D-Day vor Ort und haben mit Veteranen der Kämpfe und Zeitzeug*innen gesprochen. Wir haben in unserem Archiv gekramt und veröffentlichen die Reportage aus gegebenem Anlass online, die bislang nur in der Printversion (woxx 748) zugänglich war.

 

„On ne voyait plus la mer“

Seit Wochen bereitet sich die Region um die Plages du débarquement auf den 60. Jahrestag des D-Day, der Landung der Alliierten in der Normandie vor. Noch gibt es einige Zeitzeugen, die von ihren Erlebnissen erzählen können.

War am D-Day am Küstenabschnitt mit dem Codenamen „Sword Beach“ im ersten Boot des französischen Landungskommandos dabei: der heute 96-jährige Léon Gautier.(Foto: Alain Le Pape/CC BY-SA 4.0)

Messieurs les Francais, rentrez les premiers! nous disait le colonel britannique Dawson environ 100 mètres avant l’endroit du débarquement. Et c’était pour nous un honneur et en même temps un privilège.“ Der 81-jährige Léon Gautier steht im kleinen Musée du Commando N. 4 des normannischen Fähr-Hafenstädtchens Ouistreham. Vor ihm ein Modell der dortigen Atlantikküste, wie sie am Morgen des 6. Juni 1944 ausgesehen hat. Man sieht die deutschen Stellungen und Bunkeranlagen in der Nähe des Strandes. Und man sieht die Landungsboote, die sich zwischen die Panzersperren und Minen geschoben haben.

In einem dieser Boote, genauer gesagt im ersten, das früh morgens um 7 Uhr an diesem Küstenabschnitt mit dem Codenamen „Sword Beach“ auf Grund lief, befand sich Léon Gautier. Als Soldat des französischen „Kommando Kieffer“ nahm er an jener Militäraktion Teil, mit der die Zerschlagung des deutschen Naziregimes über Europa endgültig eingeleitet wurde – der Landung der Alliierten in der Normandie.

Als die Aktion „Overlord“ begann, war Gautier bereits seit vier Jahren Soldat. In Großbritannien hatte er sich den Forces Françaises libres unter General Charles de Gaulle angeschlossen, mit denen er zunächst in Afrika, im Libanon und in Syrien gegen die Nazi-Armee kämpfte. 1943 kehrte er nach England zurück, wo er in eine Spezialeinheit um den französischen Colonel Philippe Kieffer eintrat, der später auch zwei Luxemburger angehörten. Von nun an trainierte Gautier nur noch für einen Tag: Jour J – Le jour le plus long.

Anfang Juni 1944 war es schließlich so weit. „Nous avions quitté le camps pour rejoindre l’armada des alliés qui se rassemblait autour de l’île de White, qui avait pour nom code Picadilly Circus„, blickt Gautier zurück. „La traversée a duré toute la nuit. Nous les Français, nous étions entièrement à l’est du dispositif de débarquement. Nous avions pour mission de prendre les blockhaus et le casino de Ouistreham qui était une forteresse des Allemands.“ Viereinhalb Stunden später war die Küstenstadt unter alliierter Kontrolle, und zehn der insgesamt 177 Franzosen seiner Einheit waren tot. „Beaucoup sont rentrés ce jour-là dans l’espoir de revoir leurs familles – et puis ils n’ont vu la France qu’un moment, l´instant de mourir. Vous savez, c’est quelque chose qui est dur à digérer… “

Dass sich der gebürtige Bretone ausgerechnet in Ouistreham niedergelassen hat, ist keine Nostalgie: „Ma femme en avait assez de faire le voyage aller retour aux commémorations, alors nous sommes venus habiter ici.“ Der 60. Geburtstag des D-Day bedeutet für Gautier vor allem eines: seine Freunde von damals noch einmal wiedersehen.

Battle-Tours – recommanded by veterans

In den vergangenen Monaten liefen die Vorbereitungen für die großen Feierlichkeiten auf Hochtouren. Seit Wochen finden in der Gegend unzählige Gedenkfeiern und Veranstaltungen statt. Der D-Day-Tourismus floriert in diesem Jahr wie noch nie. „Ce sont aussi les films de Spielberg qui ont incités les gens à venir plus nombreux“, sagt Alain Chesnel, der bereits vor zehn Jahren die D-Day-Feierlichkeiten für die 29. Infanterie-Division der US-Streitkräfte organisierte.

Die Schlachtfelder von einst, wie hier bei Pointe du Hoc, sind heute touristische Attraktionen. (Dieses und alle weiteren Fotos: Thorsten Fuchshuber)

Damals tat der Bauingenieur dies als Nebenjob, nun ist sein Hobby zum Beruf geworden. Seit einem Jahr bietet der Mittfünzigjährige „guided Overlordtours“ an, und die sind laut Prospekt sogar „recommanded by veterans“. Er sei kein Rassist, doch „my passion is on the side of the Americans“, erklärt Alain, als er seine beiden Tagestourgäste Kate und Ken aus Washington State im Hotel „Churchill“ in Bayeux abholt. „I don´t know why“, ergänzt Chesnel, der sich trotz großer US-Begeisterung den typischen Accent français erhalten hat.

Erste Station dieser Battlefield-Tour ist die Batterie von Longues sur Mer, dem einzigen deutschen Küstenstützpunkt, in dessen grasbewachsenen Bunker auch heute noch die Kanonen noch zu besichtigen sind. Mehr als 1.500 Tonnen Bomben fielen allein auf dieses kleine Stück der Atlantikmauer, weiß Alain und deutet auf die unzähligen Krater, die heute zur Veranschaulichung fein säuberlich mit der Motorsense ausgemäht werden. Dem zwei Meter dicken Betonmantel der klobigen Bunker konnten weder die Geschosse aus der Luft noch die der Marine etwas anhaben. Alain steht am Klippenrand und späht aufs offene Meer. Von hier oben hat man den Überblick über den kilometerlangen Sandstrand, der heute die Codenamen Utah-, Omaha-, Gold- oder Sword-Beach trägt. „In the movie The longest Day the german Major Pluskat was exactly standing at this place as he was watching the allied armada“, erzählt der Tourunternehmer. „But this is wrong. He was with prostitutes in Caen“, fügt Alain hinzu und betont, „this is not an anecdote, this is the truth“.

Plötzlich springt ein ganzes Bataillon deutscher Bundeswehrsoldaten in der Kraterlandschaft umher. In voller Kampfmontur postieren die Soldaten schließlich in Reih und Glied vor dem imposantesten der vier Bunker und lassen sich, Kanonenrohr in der Mitte, ablichten. „Achtung – keep smiling“, so der Befehl des Uniformierten, der diese muntere Reisetruppe der etwas anderen Art leitet. „Wir sind Reservisten aus der Pfalz“, erklärt er pflichtbewusst den erstaunten Journalisten. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge habe den Ausflug zusammen mit der Bundeswehr organisiert, man wolle „militärhistorisch aufbereiten, wie die Landung stattfand“.

Militärhistorische Aufbereitung

Auf die Frage, was das für ein Gefühl sei, nun als deutscher Soldat hier zu stehen, nennen die Reservisten spontan „vor allem die Erkenntnis, dass wir vor 20 Jahren nicht hierher konnten“. Das Tragen der Uniform sei dabei notwendig, da „wir hier Soldaten sind, die eine Wehrübung machen“, sagt einer der Militärs. Die Franzosen, so die überzeugte Auskunft, hätten stets positiv auf ihre Anwesenheit und ihre Uniformen reagiert.

„Militärhistorisch aufbereiten, wie die Landung stattfand“: Reservisten der deutschen Bundeswehr lassen es sich nicht nehmen, in Uniform die Verteidigungsanlagen der deutschen Wehrmacht zu besichtigen.

„This is bizarre“, findet hingegen Alain den Anblick der uniformierten Deutschen und ist sich „not so sure“, ob sich die Franzosen trauen, den deutschen Landsern ihre wahren Gefühle über deren Anwesenheit mitzuteilen. Auch Kate und Ken gucken ein wenig befremdet, als sie ihren Platz im Tourbus wieder einnehmen. Weiter geht‘ zum Strand von Omaha Beach, zum „bloodiest part“ der Landung, wie Alain erklärt. Allein an dieser Stelle sind am D-Day 3.000 amerikanische Soldaten getötet worden. Auch Kens Onkel ging hier mit der 1. US-Infantriedivision an Land. Seit er dies erfahren hat, lässt ihn das Thema D-Day nicht mehr los, erzählt er. Deshalb habe er diesen Ort unbedingt mit eigenen Augen sehen wollen. Ken steht neben einem mehrere Meter hohen Obelisken, der den Opfern jener Division gewidmet ist, und blickt aufs Meer. Er versucht sich vorzustellen, durch welche Hölle sein Onkel damals gegangen sein muss.

Der amerikanische Friedhof von Colleville macht ein weiteres Mal bestürzend deutlich, wie verlustreich der Kampf für die Alliierten war. Endlos ziehen sich die weißen Steinkreuze und Davidsterne über den grünen Rasen hin. Wer hier ein spezielles Grab finden will, ist ohne einen genauen Plan aus dem Besucherzentrum aufgeschmissen. Doch Alain weiß, wo er hin will. Er führt Ken und Kate zu jener Stelle, an der Steven Spielberg die Schlusssequenz von „Saving Private Ryan“ gedreht hat. Zuweilen verwischen eben Realität und Fiktion.

Die Anekdoten verschaffen die nötige Zeit, um sich selbst ein bisschen umzusehen. Gleich in der Nähe des Eingangs zum Friedhofs befindet sich ein halbrunder Bau, parallel dazu wurden riesige Steinsäulen in den Boden eingelassen. An einer der Säulen lehnt ein etwa 80-jähriger Mann. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt, betrachtet er lange die an der Wand angebrachten Karten, die den Verlauf der Landung zeigen. Gerrit de Brabander ist zum ersten Mal hier. Während der Okkupation Hollands durch die Nazis musste er Zwangsarbeit leisten – Bunkerbau am dortigen Atlantikwall. Nun ist er in die Normandie gekommen, um zu sehen, „wo die Befreiung Europas durch die USA und die Briten ihren Anfang nahm“.

Die wahren Soldaten

Tags drauf steht Brabander an einem der meistbesuchten ehemaligen Kriegsschauplätze: Pegasus Bridge, so der Codename der Brücke bei Bénouville, war ein strategisch wichtiger Punkt, der von britischen Fallschirmjägern bereits in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni eingenommen wurde, um einen schnellen Gegenangriff der deutschen Panzerdivisionen auf die Landungstruppen zu verhindern. Das kleine Café Gondrée, dass sich direkt neben der Brücke befindet, wurde so zum ersten befreiten Haus Frankreichs.

Café Gondrée: Das erste befreite Haus Frankreichs an der Pegasus Bridge.

Heute ist es ein Wallfahrtsort für Veteranen, Touristen und andere. Selbst die britische königliche Yacht legte hier schon an, wie im Innern des Cafés ausführlich dokumentiert ist. Nebst einem Portrait von Prinz Charles findet sich ein Dankesbrief an die Besitzern Arlette Gondrée: „Yours sincerely, Charles“. Auch sonst gleicht der Raum eher einem Schrein als einer Gaststätte. Uniformen und Ausrüstungsgegenstände hängen neben Fotografien verschiedener Kampfeinheiten, persönliche Briefe, Orden, Embleme.

Auch hier wird Anschauungsunterricht für Militärs betrieben. „These are real soldiers“, erklärt Steven White einem seiner Zöglinge und deutet auf ein Veteranengruppenbild. „Yes Sergeant, hard men“, so die zackige Antwort. Draußen knipst der Ausbilder bei der Harrowgate Army College Foundation – der Eliteschmiede der königlichen Armee ein Erinnerungsfoto. Alljährlich kommt der 30-jährige Brite, der selbst im 2. Golfkrieg gekämpft hat, mit einer Gruppe College-Studenten hierher. „Zur Taktikschulung“, wie er sagt, vor allem um den Schülern „die Unterschiede zwischen der britischen und der amerikanischen Landung“ zu zeigen.

Weniger „militärhistorisch“ geht es bei der Veranstaltung „Mon village se raconte“ im 200 Seelen-Dorf Etréham zu, das etwa zehn Kilometer von Omaha-Beach landeinwärts entfernt liegt. Rund 40 Leute aus der Umgebung sind gekommen, um bei einem Rundgang den DorfbewohnerInnen zuzuhören, die die Landungstage im Juni 1944 miterlebten. Der Weg führt zunächst am Schloss von Etréham vorbei, wo seinerzeit der deutsche Major Pluskat die Kommandozentrale installiert hatte. Ein paar Tage vor dem 6. Juni, erinnert sich Madeleine Dragon, habe sie ein Flugblatt auf dem Feld gefunden, auf dem die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde, Unterschlüpfe zu bauen und Wasser- und Lebensmittelvorräte bereitzuhalten.

Mon village se raconte

„Mon pére avait fait un abri dans le jardin, derrière la maison“, erzählt Madeleine und deutet auf die Wiese hinter der Ferme du Capitaine, vor der sich die Gruppe versammelt hat. Dort habe man sich mit den Nachbarn in der Nacht zum 6. Juni verschanzt. Am D-Day selbst, erzählt Madeleine, die damals als 17-jährige zusammen mit ihrem Bruder und ihren Eltern auf dem Hof lebte, passierte etwas, was auf dem Land selten vorkommt: „Nous n’avons pas traits les vaches ce matin-là, il y avait tellement de bruit que nous avions peur de sortir…“ Dann ging alles ganz schnell. Am 7. Juni marschierten US-Soldaten im Dorf ein, wenige Tage später hatten sie ihren „Poste de Commandement“ im kleinen Etréham eingerichtet. Die Wiesen in der Talsenke wurden für einen Militärflughafen freigeräumt, quer durchs Dorf liefen Pipelines, welche Benzin vom Hafen in Arromanches in sechs große Tanks beförderten. „Les puits du village étaient contaminés par l’essence qui débordait les réservoirs“, erinnert sich Roger Desrues, „ici à Etréham se trouvait toute la réserve d´essence de l´armée américaine.“

„Il y avait tellement de bruit que nous avions peur de sortir…“: Roger Desrues und Madeleine Dragon (beide rechts im Bild) haben als Jugendliche die Landung der Alliierten in der Normandie erlebt.

Desrues fuhr drei Tage nach dem D-Day mit einem US-Jeep mit an die Küste nach Saint Laurent sur mer. Was er dort sah, wird er nie vergessen. „On ne voyait plus la mer“, so der 78-Jährige, der für die Deutschen die Bunker an der Küste mit aufbauen musste. „Il n’y avait que des bâteaux, des bâteaux détruits et ceux qui attendaient derrière… c´était immense, immense. Et il y avait des morts, beaucoup de morts…“, erzählt Roger Desrues, dem danach noch zahlreiche Geschichten rund um die Befreiung von Etréham einfallen. Seine und andere Augenzeugenberichte sollen nun auf CD aufgenommen und in der örtlichen Primärschule als Unterrichtsmaterial dienen. „Mon village se raconte“ wird es, verkündet Bürgermeister Alain Cornière noch in 29 anderen Dörfern in der Region geben.

Zurück In Ouistreham. Auch hier wird bereits im Vorfeld des 60. D-Day-Gedenktages gefeiert. Heute sind Vertreter aus der belgischen und deutschen Partnerstadt gekommen. Etwa zweihundert Meter vom Strand entfernt, auf einer kleinen Anhöhe, wurde eine steil emporragende Metallspitze in den Boden eingelassen, die einem Schiffsrumpf nachempfunden ist. Auf dem Platz um das Denkmal hat sich auch Léon Gautier eingefunden, heute trägt er das grüne Barett seines Bataillons. Ein kleiner Tratsch hier, ein paar Worte da, dann wird er von den Honoratioren zum Rednerpult gezerrt. Grußworte. Der Bürgermeister der fränkischen Stadt Lohr legt einen Kranz nieder und verspricht in seiner Ansprache, „an der Einigung von ganz Europa mitzuarbeiten.“ Der multinationale Chor singt. „Freude schöner Götterfunken.“

Doch Musik hat die Menschen hier nicht immer vereint. Peter Graner aus Lohr ist gewissermaßen ein Veteran der Städtepartnerschaft. „Vor zwei Jahren bin ich allerdings angeeckt“, erzählt er. Damals habe er auf der Ziehharmonika einen deutschen Marsch gespielt, was bei den Anwesenden gar nicht gut angekommen sei. Léon Gautier mustert die Besuchergruppe. „Les Belges, les Français et les Allemands – tous ensemble“ sagt er und fügt nach einer kleinen Pause augenzwinkernd hinzu: „Il ne faut pas oublier que nous étions ceux qui les ont libérés – aussi les Allemands.“ Denkt er, dass die Deutschen das vergessen? „Les jeunes peut-être bien.“

Und was hält der Veteran davon, dass nun Linke dazu aufrufen, gegen den Besuch George W. Bushs am 60. Gedenktag des D-Day zu demonstrieren? „Bush fait ce qu´il veut – mais ici il représente ceux qui se sont battus avec nous, ceux qui ont libéré l’Europe – et aujourd’hui tout le monde, aussi les Allemands sont bien contents de ne pas vivre sous un régime hitlérien.“

Thorsten Fuchshuber und Danièle Weber

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