Von wegen erfrischend: In zehn von 19 untersuchten europäischen Mineralwassermarken wurde die Ewigkeitschemikalie Trifluoracetat (TFA) nachgewiesen. In sieben Fällen überschritt die Belastung sogar den Grenzwert, der für Trinkwasser bei 100 Nanogramm pro Liter liegt. Dies geht aus einer Untersuchung des europäischen Netzwerks „PAN Europe“ hervor, an der auch der Luxemburger Mouvement écologique (Méco) beteiligt war. Auch ein luxemburgisches Quellwasser trübt sich ein: 350 Nanogramm TFA pro Liter wurden in der Marke nachgewiesen. Der Méco entschied sich, den Namen nicht zu veröffentlichen, um die Aufmerksamkeit „auf das allgemeine Problem“ statt einen einzelnen Hersteller zu lenken. Die Verbraucher*innen dürften von dieser Entscheidung weniger begeistert sein. In der Tat ist diese Entdeckung jedoch für alle Produzenten ein großes Problem. Wasser darf nämlich nur dann unter der Bezeichnung „Mineralwasser“ verkauft werden, wenn es ungefiltert frei von Belastungen ist. TFA gelangt vor allem als Abbauprodukt von Pestiziden in die Umwelt, kann aber auch aus industriellen Prozessen stammen („Verseucht in alle Ewigkeit“; woxx 1776). Der Méco fordert ein Zulassungsverbot für die entsprechenden Pestizide, außerdem die Anpassung der EU-Richtlinien für den Schutz von Gewässern und Trinkwasser. Außerdem sollten Quellen besser geschützt werden. Die Giftigkeit von TFA wird aktuell auf europäischer Ebene neu bewertet. Es gibt den starken Verdacht, dass der Stoff schädlich für die menschliche Reproduktion ist.
Demokratie durch die Gender-Brille
Frauen fühlen sich politisch weniger gut vertreten, bewerten Gleichstellung skeptischer und fordern häufiger gezielte Maßnahmen, während Männer sich stärker für Politik interessieren und dem politischen System insgesamt mehr Vertrauen entgegenbringen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Polindex-Studie 2025, in deren Rahmen zwischen Mai...

