Unabhängig davon, ob man mit der Disney-Version von 1940 vertraut ist oder nicht: Langeweile dürfte bei Guillermo del Toros Neuinterpretation von „Pinocchio“ bei den wenigsten aufkommen. Der im faschistischen Italien vor dem zweiten Weltkrieg situierte Stop-Motion-Film über Konformismus, toxische Männlichkeit und Tod ist spannend, berührend, zum Teil auch verstörend. Wie schon Disney, lehnt sich auch Del Toro nur lose an die 1883 veröffentlichte Romanvorlage des italienischen Autors Carlo Collodis an – und richtet sich dabei primär an ein Erwachsenenpublikum. Seit „Pans Labyrinth“ (2006) trug kein Film von Del Toro derart eindeutig dessen Handschrift.
Auf Netflix.
Bewertung der woxx: XXX

