WHO erinnert an Notlage im Sudan

von | 10.04.2026

In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes – sind dringend auf lebensrettende Hilfe angewiesen“, heißt es in der Pressemitteilung. Das Schreiben wurde zeitgleich auch auf der Social-Media-Plattform „X“ geteilt. Der seit über zwei Jahren anhaltende Konflikt im ostafrikanischen Land habe das Gesundheitssystem an den Rand des vollständigen Zusammenbruchs gebracht. Die UN beschrieb die Lage als „schlimmste humanitäre Krise der Welt“ (woxx 1861, „Sudan: Massenmord in Al-Fashir“). Jüngste Angriffe auf verschiedene Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen haben den Konflikt weiter verschärft. Bei Drohnenangriffen Ende März waren in Darfur mindestens 64 Menschen, darunter Patient*innen und medizinisches Personal, getötet worden. Anfang April folgte ein weiterer Drohnenangriff auf ein Krankenhaus in White Nile State, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen. „Diese Vorfälle sind eine eindringliche Mahnung, dass internationale Solidarität und entschlossenes politisches wie humanitäres Handeln jetzt gefragt sind. Sudan kann diese Krise nicht allein bewältigen“, so Ghebreyesus.

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