Ed Harris: Pollock

von | 13.06.2003

Das Original ist tot, es lebe das Klischee. So könnte man – etwas böswillig – Ed Harris‘ Film über den modernen, amerikanischen Maler Jackson Pollock zusammenfassen. Der Regisseur, Produzent und Darsteller in Personalunion bedient den allzu oft beschworenen Mythos eines (alkoholabhängigen) exzessiven Genies am Abgrund des Wahnsinns größtenteils ziemlich unreflektiert. Dass das Künstler-Porträt dennoch sehenwert ist, ist vor allem jener ernsten Eindringlichkeit zu verdanken, mit der die intimsten Momente des Expressionisten dargestellt werden: wenn er malt.

Im Ciné Cité

Ines Kurschat

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