mixed: collection

von | 01.06.2001

25 Years of Rough Trade Shops

Label- und Laden-Retrospektive

(nicope) – Im Februar 1976 eröffnete Geoff Travis in London den ersten Rough Trade Laden. Kurze Zeit später wurde das gleichnamige Label gegründet, das leider 1994 Konkurs anmelden musste. 25 Jahre nach der Eröffnung des ersten Ladens erscheint nun ein 4-CD-Boxset, das die musikalische Vielfalt des Labels auf gelungene Weise reflektiert. Die Laden- und Labelpolitik ließen nie zu, dass die Musik in eine bestimmte Schublade gezwängt wurde. Kein Wunder also, dass dem Fan (auch auf dieser Retrospektive) ein umfangreiches Angebot von alternativen Subgenres geboten wird. Punk, 70er elektronische Spielereien, Indie, Grunge und 90er Alternative vereinen sich heterogen, aber passend auf dem „25 Years of Rough Trade Shops“-Boxset. Auch bei der jüngeren Generation kann das zum Midprice erhältliche Package mit 56 Tracks Gefallen finden und Aufschluss darüber geben, wo Bands wie „Blink 182“, „Chemical Brothers“ oder „Placebo“ ihren Ursprung finden.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Willis Tipps: April 2026

Seit 1999 veröffentlicht Lucas Santtana Platten. Jetzt hat der Gitarrist, Sänger, Flötenspieler und Komponist sein zehntes Album mit dem Titel Brasiliano herausgebracht. Auf jedem der elf Stücke kooperiert er mit einem*r anderen Sänger*in. So ist die in Paris lebende, am Pop orientierte Gesangskünstlerin Flávia Coelho genauso zu hören wie der mit brasilianischem Reggae bekannt gewordene Chico César oder der Superstar Gilberto Gil, der zu den Urgesteinen des Tropicália-Stils gehört.

KULTURTIPP

Eventtipp: Printemps des poètes

„Besagter Lenz ist da“, schrieb Erich Kästner – und mit dem Lenz hält auch die Lyrik wieder Einzug in Luxemburg. Während des diesjährigen „Printemps des poètes“ am 17., 18. und 19. April können sich Freund*innen der Poesie von den Texten hochkarätiger Dichter*innen aus ganz Europa begeistern lassen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Kontinentaldrift

In „Kontinentaldrift“ präsentiert Marianne Jungmaier Reisegeschichten, deren Welthaltigkeit über die zahlreichen Ortswechsel und fast filmisch wirkenden Schauplatzbeschreibungen hinausgeht, auch wenn diese einmal mehr beweisen, dass das innere Auge – mit den richtigen Impulsen gefüttert – Landschaften entwerfen kann, die reale in ihrer
vibrierenden, farbsatten Schönheit übertrumpfen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Stadt aus Sand

In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...