Rock: New Order

von | 19.10.2001

Get Ready

Feiner Inselpop

Wie ein guter Wein scheinen auch New Order mit dem Alter zu reifen … Vor 21 Jahren wurde die Formation nach dem tragischen Tod von Ian Curtis aus den Aschen von „Joy Division“ geboren. Die verbleibenden Mitglieder der Manchester Kultband gingen Pop-orientierter zu Werk und landeten mit ihrer 83er Maxi „Blue Monday“ einen Dancefloor-Knaller und den grössten Hit ihrer Karriere. Nach dem letzten, äußerst kommerziellen Werk „Republic“, das vor sieben Jahren erschien, ist die Wartezeit endlich vorbei. Auf der neuen Scheibe Get Ready präsentieren sich die Popper von den britischen Inseln in Höchstform und vermischen Elektronik und Rock perfekt. Die zehn Stücke sind allesamt auf einem hohen musikalischen Niveau und lassen sogar Spielraum für Gastauftritte vom Ex-„Smashing Pumpkins“-Frontmann Billy Corgan („Turn My Way“) und die Herren Gillespie und Innes von Primal Scream („Rock the Shack“).

New Order: Get Ready. London Records.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Willis Tipps: April 2026

Seit 1999 veröffentlicht Lucas Santtana Platten. Jetzt hat der Gitarrist, Sänger, Flötenspieler und Komponist sein zehntes Album mit dem Titel Brasiliano herausgebracht. Auf jedem der elf Stücke kooperiert er mit einem*r anderen Sänger*in. So ist die in Paris lebende, am Pop orientierte Gesangskünstlerin Flávia Coelho genauso zu hören wie der mit brasilianischem Reggae bekannt gewordene Chico César oder der Superstar Gilberto Gil, der zu den Urgesteinen des Tropicália-Stils gehört.

KULTURTIPP

Eventtipp: Printemps des poètes

„Besagter Lenz ist da“, schrieb Erich Kästner – und mit dem Lenz hält auch die Lyrik wieder Einzug in Luxemburg. Während des diesjährigen „Printemps des poètes“ am 17., 18. und 19. April können sich Freund*innen der Poesie von den Texten hochkarätiger Dichter*innen aus ganz Europa begeistern lassen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Kontinentaldrift

In „Kontinentaldrift“ präsentiert Marianne Jungmaier Reisegeschichten, deren Welthaltigkeit über die zahlreichen Ortswechsel und fast filmisch wirkenden Schauplatzbeschreibungen hinausgeht, auch wenn diese einmal mehr beweisen, dass das innere Auge – mit den richtigen Impulsen gefüttert – Landschaften entwerfen kann, die reale in ihrer
vibrierenden, farbsatten Schönheit übertrumpfen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Stadt aus Sand

In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...