Rock: The Coral

von | 16.08.2002

Shanty meets Pychedelic

(ik) – Sorry, we’re a bit late. Denn in Großbritannien haben diese fünf Liverpooler Jungs schon Anfang des Jahres für viel Aufregung gesorgt. Zu Recht, denn was The Coral spielen, ist eine unvergessliche Mischung aus Psychedelic der 60er, Russisch Folk und „sea shanties“, wie sie die Seebären an den Küsten Britanniens zu brummen pflegen. Ohrwürmer eben, die poppen, aber der verrücktesten Art. Selbstironische Texte untermalt mit Musikcollagen aus dem vergangenen Jahrhundert und eine Riesenportion Spaß sind die Markenzeichen der unverschämt jungen Band (der Älteste, Sänger James Skelly, ist 21). Klar, dass dafür die Popgeschichte schamlos geplündert wurde, mal fühlt man sich an „Echo and the Bunnymen“ oder an „Madness“, mal an „Emir Kusturica“ oder die „Yardbirds“ erinnert. Aber egal, denn was die Jungs daraus zusammenrühren, ist einfach haarsträubend gut. So gut, dass die Band mit ihren kraftvollen „singalong“-Songs binnen Wochen die UK-Charts stürmten.

The Coral, Deltasonic Records 2002

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