POP: Erin Moran

von | 30.07.2004

A Girl Called Eddy, Anti inc. 2004.

Auf ihrer Homepage erklärt die amerikanische Songwriterin Erin Moran, warum sie erst spät den Schritt ins Musikgeschäft gewagt hat: Sie wollte erst einmal etwas erleben, von dem es sich lohnen würde, zu berichten. Damit lehnt sich A Girl Called Eddy, so ihr Künstlername, recht weit aus dem Fenster in einem Business, wo man heutzutage schon mit zwanzig zum ersten Mal in die Midlife-Crisis kommt. Aber die Souveränität mit der sie die elf Songs ihres Debütalbums präsentiert geben ihr Recht. Auch wenn ihre Musik, irgendwo zwischen Jazz und Pop, sicher nichts Neues unter der Sonne bietet, so vermittelt Erin Moran doch eine Form der Authentizität, die sie von Wunderkindern wie Norah Jones oder Joss Stone unterscheidet. Vor allem auch dank Richard Hawleys (Pulp) dezenter Produktion ist dieses Album erfrischend unprätentiös und rundum gelungen.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Willis Tipps: Oktober 2026

Glanz iranischer Frauenstimmen Quasi im Alleingang haben die beiden Schwestern Mahsa und Marjan Vahdat seit mehr als 20 Jahren den Gesang iranischer Frauen auf dem Globus bekannt gemacht. Wegen der repressiven und besonders frauenverachtenden Politik des Mullah-Regimes, das in Iran sogar Sologesang von Frauen verbietet, mussten beide ins...

KULTURTIPP

Buch: Seerauchen

In einer farbenfrohen, doch nicht zu verschnörkelten Sprache erzählt Sabine Eschbach in ihrem Romandebüt „Seerauchen“ die Geschichte eines Jungen, der anders als die anderen Kinder einer Dorfgemeinschaft ist. Josef Leible fängt erst mit sieben Jahren zu sprechen an, besucht zwei Jahre später erstmals die Schule, sieht Töne – gesprochene Worte...

KULTURTIPP

Kulturtipp: CinEast Festival

Das CinEast-Festival hat sich längst als Tradition etabliert. In seiner 19. Ausgabe öffnet es Filmbegeisterten erneut ein Fenster zur aktuellen Landschaft des mittel- und osteuropäischen Kinos. Vom 9. bis zum 25. Oktober wartet es mit einem besonders dichten wie vielfältigen Programm auf: Insgesamt finden mehr als 120 Vorführungen von über 65...

KULTURTIPP

Lyrik: Sonné d’Amérique

C’est en sortant des sources thermales, lors de son périple au nord de l’Amérique, que Florent Toniello a une idée, « il est vrai, un peu folle » : raconter ce voyage en sonnets. Des sonnets pas très orthodoxes, comme le poète le reconnaît lui-même, mais authentiques. Les quatrains et tercets recueillis dans « Sonné d’Amérique » contiennent...