FERNAND RODA: Über Qualität lässt sich streiten

In der Galerie „L’Indépendance“ der Dexia fand diese Woche vor auserlesenem Publikum und umrahmt von einem üppigen Buffet mit einer Vielfalt an Käsesorten, Schinkenarten und edlen Getränken, die Vernissage von
Fernand Roda’s neuesten Arbeiten statt. Nach der Thematik seiner Bilder befragt, verwies der ehemalige Meisterschüler bei Joseph Beuys auf den Ausstellungskatalog. Da der Meister sich selbst nicht erklärte, stand man ein wenig verloren vor seinen Gemälden und fragte sich, woran sich Qualität noch ermessen lässt: Ist es Kunst, wenn etwas als zu einfach, teilweise schlecht gemalt erscheint? Braucht es immer eine komplexere Auseinandersetzung, ein Engagement um der Einfachheit artistische Gloria zu verleihen? Ausgestellt sind großformatige Ölbilder, intensiv von ihrer Leuchtkraft her, es wurden allerdings eher konventionelle Farben verwendet. Inhaltlich wurden Naturelemente verarbeitet, wie etwa Farn, Kartoffeln, Zwetschgen oder Birkenstämme; meistens in serieller Manier auf der Leinwand angeordnet. Die Malweise ist grob, die Formensprache naiv-primitiv und leicht abstrahierend. Die Werke, die Titel tragen wie „Grosse Wiese“ oder „Blätterwald“ sind dekorative Stimmungsbilder, die durch Farbkontraste wirken, leider ohne wirklichen Tiefgang.

Zu sehen bis zum 17. Mai 2006 in der Galerie L’Indépendance


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