Spezialisierte Samenbank: Man not included

von | 05.07.2002

(ik) – Das Männer-Verbotsschild sagt es schon: Hier sind Vertreter der mänlichen Gattung unerwünscht. Nicht ganz freilich, denn bei der weltweit ersten auf lesbische Paare spezialisierten Samenbank geht natürlich nichts ohne den Mann. Für etwa 730 Euro plus anfallende Spesen können lesbische Paare auf diverse Krankheiten untersuchte Samenspenden erhalten – anonym und unkompliziert übers Web, männliche Anmache also ausgeschlossen. Hinter der pfiffigen Geschäftsidee steht … ebenfalls ein Mann. „Man not included“-Firmenbegründer John Gonzales will schon über 8.000 Registrierungen gezählt haben, 5.000 Spender und 3.000 Paare.

Klar, dass KritikerInnen Sturm gegen das „verabscheuungswürdige, unmoralische“ Angebot laufen. Der Geschäftsplan, so warnt beispielsweise die britische Organisation „Comment on Reproductive Ethics“, sei eine weitere Attacke auf die Rolle der Männer in der Gesellschaft. Die sich dann folglich aufs Besamer-Dasein reduziert??

www.mannotincluded.com

Dat kéint Iech och interesséieren

MEDIENTHEMA

Social-Media-Verbot und seine Folgen: Ausweispflicht im Internet

Ist es bald vorbei mit „Instagram“, „Snapchat“, „TikTok“ und Co? Für Jugendliche unter 16 Jahren soll der Zugang auf diese Plattformen verboten werden. Doch das hätte weitreichende Folgen für die Privatsphäre und den Datenschutz aller. Womöglich verlieren viele soziale Netzwerke bald eine große Nutzer*innengruppe, ein eventuelles Verbot von...

MEDIEN

Künstliche Intelligenz: Klicken statt Denken

Künstliche Intelligenz hat sich in den Leben vieler Menschen eingenistet – ob sie es wollen oder nicht. Doch macht sie uns mit ihren zahlreichen, vielversprechenden Eigenschaften wirklich einen Gefallen oder schadet sie uns im Endeffekt nur? Sogenannte künstliche Intelligenz kann mittlerweile als persönliche virtuelle Assistentin beinahe alles...