Vergangenes Wochenende begingen zumindest vier Redaktionsmitglieder unserer schmucken Wochenzeitung ziemlich kulturell – und zwar in der Philharmonie. Drei der jüngeren Generation angehörenden woxxies verschlug es am Freitag Abend zur „End Of Season Party“ – wo sie zwischen endlosen Smalltalk-Monologen, immer wieder aufgefüllten Cocktails und Technomusik dem Sonnenaufgang harrten. Mit bisweilen komischen Konsequenzen: Redakteur X wachte am darauf folgenden Tag mit einer Mettwurst in der Hand in seinem Bett auf und fand ein Feuerzeug in seiner Unterhose, nicht aber seine Brille. Redakteurin Y hatte Schwierigkeiten ihr Haus auch am helllichten Tag wiederzufinden, während die Dritte im Bunde – die anderen aus den Augen verloren – zu Fuß nach Hause trottete. Das Universum kam aber wieder in Einklang, als Redakteur Z am Samstag dort anscheinend eines der besten Requiems aller Zeiten besuchte – entsprechend dem Zustand der anderen drei in just dem Moment. Kultur kann auch mal Körpereinsatz bedeuten.
Halb voll oder halb leer?
Nicht nur der deutsche Bundeskanzler hat seine Probleme mit dem berühmten Glas, das Optimist*innen von jener Gattung Mensch, die immer Trübsal bläst, unterscheiden soll. Da gibt es die schöne Pressehilfe 2.0, und dann soll sie nicht reichen?

