H1N1-GRIPPE: Kein Schwein gehabt

Ein Bericht der parlamentarischen Versammlung des Europarats erhebt gegen die Weltgesundheitsorganisation den Vorwurf, ihre Präventionsmaßnahmen vor der Schweinegrippe nach den Wünschen der Pharma-
industrie gestaltet zu haben.

Auch US-Präsident Barack Obama ließ sich gegen die Schweinegrippe impfen. Für seine Mitbürger kaufte er 200 Millionen Dosen des teuren Impfstoffs, den eigentlich keiner brauchte.

In dem mexikanischen Städtchen La Gloria steht die lebensgroße Statue eines kleinen Jungen, der einen Frosch in der Hand hält. Es ist das Bildnis des fünfjährigen Edgar Hernandez, der als erster Mensch an der Schweinegrippe erkrankte ? und sie überlebte. Symbolisch für seinen Sieg über die Krankheit steht der Frosch, mit dem er spielt. mehr lesen / lire plus

AUSSTELLUNG: Die wilden Jahre sind vorbei

Wie lassen sich 60 Jahre Jugendbewegung und Jugendkultur in einer einzelnen Ausstellung unterbringen? Ein Vorhaben mit Anspruch, dem die Schau „Born to Be Wild?“ im Musée d’histoire de la Ville de Luxembourg auf phantasievolle Art teilweise gerecht wird.


Gegensätzliche Welten?
Dr. Sommer vs. Politische Revolte – eine Gratwanderung durch 60 Jahre Jugendkultur.

Büstenhalter und Lockenwickler, Anzug und Krawatte haben ausgedient, kultiviert wird eine Haltung der Auflehnung und Abkehr. „Born to Be Wild“, der erste Hit der US-amerikanischen Blues-Rock-Band Steppenwolf, erfasste das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Spätestens als Soundtrack des Road Movies „Easy Rider“ wurde der Song weltberühmt, heute steht er für die Generation der 68er, für Hippiebewegung, Revolte und Befreiung. mehr lesen / lire plus

ROCK/METAL: Fièvre tiède

Originaires du Pays de Galles, Bullet For My Valentine surfent aussi bien sur leur héritage musical que sur la mode du moment.

N’ont pas encore adopté leur look d’été : Bullet For My Valentine.

Il y a quelques années, le simple fait de penser à un groupe de rock venant du Pays de Galles pouvait faire sourire. On pensait y trouver que des brebis égarées au milieu des champs à profusion de l’Est du Royaume-Uni. Jusqu’à la fin des années 90, quand The Lost Prophets déboulent avec leur néo-metal à fortes sonorités radiophoniques américaines et s’accaparent le haut des charts du monde entier. mehr lesen / lire plus

ALEXIS DOS SANTOS: Strangers in the Night

Alexis Dos Santos` Film „Unmade Beds“ für und über junge Leute fehlt es zwar an narrativen Höhepunkten, doch ist seine frische Art durchaus sehenswert.

Auch Bohemians brauchen ihre Frühstücksflocken.

Axl hat ein Problem. Immer wenn er betrunken ist – und das passiert ihm ziemlich regelmäßig – dann vergisst er über Nacht, was ihm am Abend zuvor widerfahren ist. Ironischerweise weiß der 20-jährige Spanier jedoch auf die Matratze genau, in wie vielen Betten er seit Reisebeginn in Madrid geschlafen hat. In 20, um genau zu sein. Jetzt ist er am vermeintlichen Ende des eigentlichen Trips, in London nämlich, und kann sich auf die Suche nach seinem englischen Vater machen. mehr lesen / lire plus

MALEREI: Tod im Hinterkopf

Bilder sagen mehr als tausend Worte, besonders dort, wo Sprache zu einem Code wird, den man nicht versteht – wie bei der Restaurantsuche in fremden Städten. Wird man nicht von scheinbar polyglotten Kellnern verbal in die Restaurants gezerrt, die diese bewerben wie Striplokale, findet man wenigstens Menükarten mit Fotografien appetitlich dekorierter Teller, die einem den Weg weisen. Merkwürdig nur, dass diese Fotos überall dasselbe zeigen.

Nicht so in der aktuellen Ausstellung in der Galerie Nosbaum & Reding. „Fight or Flight“ gibt einen Überblick über die Arbeiten des jungen luxemburgischen Malers Christian Frantzen aus den letzten zwei bis drei Jahren. Frantzen, der auch an dem Projekt ToiToi beteiligt ist, zeigt als erstes sein Faible für Stadtansichten. mehr lesen / lire plus

ENSEIGNEMENT: Chi va piano va lontano

Le manque de moyens humains, la précipitation et les dérives bureaucratiques sont autant de points faibles d’une réforme scolaire pourtant séduisante.

C’est trop rare pour ne pas être mentionné. A l’exception de l’ADR, le principe même des réformes engagées par un-e ministre de l’éducation nationale n’est que très peu mis en cause. Et il est de notoriété publique que ce portefeuille n’est pas une sinécure. Entre ses milliers d‘ « employé-e-s », les divers syndicats, les parents d’élèves, sans oublier les élèves eux-mêmes, les intérêts contradictoires peuvent produire de singuliers cocktails explosifs. De plus, l’ancienne ministre Erna Hennicot-Schoeppges (CSV) s’est fendue, il y a peu, sur les ondes de Radio RTL, d’un hommage à l’actuelle locatrice de la rue Aldringen, sans toutefois oublier d’égratigner au passage celle qui lui avait directement succédé, la libérale Anne Brasseur. mehr lesen / lire plus

REGIERUNG UND INDEX: Wer spielt gegen wen?

In der Chamber wurde nicht, wie angekündigt, über die Wettbewerbsfähigkeit diskutiert, sondern, wie zu erwarten, über den Index gestritten. Interessante Nuancen waren nur bei genauem Hinhören zu erkennen.

Freistoß für den Christlichen Sportverein (CSV). Kapitän Jean-Louis Schiltz spielt den Rechtsaußen Lucien Thiel an. Flanke in den Strafraum, auf Marc Spautz, der passt rückwärts an seinen Kollegen Robert Weber und der… schießt den Ball ins Aus! Ähnlich wie bei der französischen National-Elf scheint es auch innerhalb der größten luxemburgischen Regierungspartei interne Probleme zu geben.

Am vergangenen Dienstag hatte die CSV mit einer Pressekonferenz aufgetrumpft, die als „20 oder 21 Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“ angekündigt wurde. mehr lesen / lire plus

Bris de vaisselle

C’est terminé. Le 1er juillet, la faïencerie Villeroy et Boch a définitivement fermé ses portes. Le woxx avait longuement suivi les luttes pour le maintien du site, le courage exemplaire des salarié-e-s face à la logique implacable d’un capitalisme cynique et inhumain. Comme viennent de le rappeler les syndicats OGBL et LCGB, 118 salarié-e-s (sur les 230 concerné-e-s par le plan social) n’ont toujours pas trouvé de nouvel emploi. Avec une moyenne d’âge de 47 ans et plus de 22 ans d’ancienneté, leurs chances de réintégrer le marché de l’emploi ne sont pas très grandes. Cela devrait faire réfléchir les partisans de l’augmentation de l’âge de départ à la retraite. mehr lesen / lire plus

La fin de Lëtzebuerg Privat ?

Toute la presse en a rêvé, la débâcle économique l’a fait. De source sûre et vérifiée, le woxx a obtenu l’information que la « Scoop sàrl », société appartenant au mauvais empire de Jean Nicolas a fait faillite cette semaine. Donc – du moins en théorie – les effluves « boulevardesques », toujours criardes et souvent racistes du « Lëtzebuerg Privat », « T’Wäschfra », « Promi-Lëtzebuerg » et « Le petit Nicolas déchaîné » devraient manquer aux kiosques ce vendredi. Fondée fin 2001 et appartenant en grande partie à Nicolas ainsi qu’à sa famille, « Scoop sarl » avait pour objet « l’exploitation d’une agence de presse », comme l’indique le Mémorial C. Depuis sa première parution en novembre 2006, « Lëtzebuerg Privat » se voulait la version luxembourgeoise du « Bild » allemand, n’hésitant pas à en copier le layout. mehr lesen / lire plus

Manif médiocre pour classes moyennes

Une fois n’est pas coutume, le patronat a manifesté ce mardi devant la Chambre des député-e-s qui siégeait en séance plénière. Environ 500 chef-fe-s d’entreprises s’étaient réunies pour faire état de leur traditionnel lamento : trop de charges, un salaire minimum trop élevé et l’indexation des salaires qui étoufferait la « compétitivité » de leurs boîtes. Finalement, ils ont remis une pétition au président de la Chambre, Laurent Mosar (CSV), qui ne comptait que 2.000 signatures. C’est dire à quel point les revendications des manifestants ne semblent pas faire l’unanimité au sein des « classes moyennes ». Evidemment, le DP n’a pas manqué de sauter sur l’occasion en adoptant une position pro patronale dans un communiqué de presse. mehr lesen / lire plus

ITALIEN: Osteuropa im Mezzogiorno

Der Fiat-Konzern will 700 Millionen Euro in Süditalien investieren, aber nur, wenn die Beschäftigten schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptieren. Darüber ließ das Unternehmen die Arbeiter abstimmen.

Wollen die Abwärtsspirale des internationalen Wettbewerbs um die miesesten Arbeitsbedingungen aufhalten: Arbeiter von Fiat bei einer Demonstration am 25. Juni in Neapel.

Im Kino der Sechzigerjahre war der Alfa Romeo Spider ein Symbol für Freiheit und Dolce Vita. Von dem Sportcoupé träumten damals auch viele junge Süditaliener, die in den Norden emigriert waren und dort in den Turiner Fiat-Werken für bessere Arbeitsbedingungen kämpften. Um die Abwanderung zu stoppen, beschloss die Regierung in jenen Jahren, in Pomigliano d’Arco bei Neapel die erste Autofabrik Süditaliens zu bauen. mehr lesen / lire plus

INTEGRATION: „Aufenthaltsmöglichkeit nach 30 Monaten.“

Seit 30 Jahren setzt sich die Asti für die Rechte von in Luxemburg lebenden ZuwanderInnen ein. Vor zwei Wochen verabschiedete die Organisation eine Reihe politischer Forderungen und zog Bilanz. Gespräch mit der Präsidentin, Laura Zuccoli.

Acht Jahre bis zur Regularisierung eines „sans papiers“ ist zu lang, findet Laura Zuccoli, die bereits seit 26 Jahren bei der Asti engagiert und seit 2009 deren Präsidentin ist.

woxx: Wie akzeptiert sind Zuwanderer heute ? was hat sich in den letzten 30 Jahren verändert?

Laura Zuccoli: In den letzten dreißig Jahren hat sich verändert, dass die Portugiesen EU-Bürger geworden sind, wodurch sich ihre Akzeptanz deutlich verbessert hat. mehr lesen / lire plus

Wuff, wuff – brav sein und Männchen machen!

Das einmonatige Ringen um ein deutsches Staatsoberhaupt ist vorbei. Nach zähen drei Wahlgängen hat sich eine Mehrheit der Bundesversammlung für den Kandidaten von Union und FDP, Christian Wulff, entschieden. Nachdem Horst Köhler Ende Mai wegen Kritik an seiner Afghanistan-Rede beleidigt zurückgetreten war, hatten zunächst CDU und FDP den wertkonservativen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff zu ihrem Kandidaten nominiert. Anschließend hatten SPD und Grüne den Begründer der „Stasi-Behörde“ Joachim Gauck aus dem Hut gezaubert. Gauck hatte sich in den letzten Jahren immer wieder als moralisierender Mahner zu Wort gemeldet. Zünglein an der Waage war wieder einmal die Linke – diese hatte durch ihre Enthaltung im dritten Wahlgang Gauck ihre Stimmen verweigert. mehr lesen / lire plus

HAUTS-FOURNEAUX: Ces pipes enrouillées

Les hauts-fourneaux A et B de Belval seront donc finalement sauvés. Le projet de loi a été adopté mardi. Si le principe est bon, il reste des tâches d’ombre quant à l’exécution du projet.

En bon et loyal soldat de l’ADR, Fernand Kartheiser n’a pas eu le choix. Il a dû fustiger le projet de sauvetage des hauts-fourneaux, en les traitant de « pipes enrouillées » – signe que son parti n’a toujours rien compris à la culture industrielle et à son patrimoine. Mais excepté ces couacs, plus pénibles pour leur auteur que pour les auditeurs visiblement amusés, l’ambiance avant et pendant le vote du projet de loi 6065 était d’une rare unamité. mehr lesen / lire plus

Schwarze Fahrradpisten

Die CSJ hat sich kürzlich auf eine politische Fahrradtour durch die Hauptstadt begeben und an ihrer Erlebnistour die gesamte luxemburgische Presse per Communiqué Teil haben lassen. Mit etwas omahafter Allüre („Oh Vel’oh Weh“) üben die jungen Christen teils kleinliche („Schilder waren von Ästen bedeckt“), teils angebrachte („Fahrradspuren verlaufen im Sand“) Kritik. In einem offenen Brief reagierten am 30. Juni drei grüne Gemeinderatsmitglieder empört auf die „billige Polemik“ der CSJ und verwiesen auf die enormen Fortschritte bei der städtischen Fahrradinfrastruktur, die seit 2006 zu einer Vervierfachung der Fahrradfahrer geführt hat und ein Resultat blau-grüner Gemeinde- und nicht schwarzer Regierungspolitik ist. Dass die Grünen derart pikiert sind, drückt womöglich noch ein anderes, unausgesprochenes Bedauern aus: Weshalb ist nicht ihre Jugend auf die glänzende Idee gekommen, sich als Radspurtester zu profilieren? mehr lesen / lire plus

Requiem für die woxxies

Vergangenes Wochenende begingen zumindest vier Redaktionsmitglieder unserer schmucken Wochenzeitung ziemlich kulturell – und zwar in der Philharmonie. Drei der jüngeren Generation angehörenden woxxies verschlug es am Freitag Abend zur „End Of Season Party“ – wo sie zwischen endlosen Smalltalk-Monologen, immer wieder aufgefüllten Cocktails und Technomusik dem Sonnenaufgang harrten. Mit bisweilen komischen Konsequenzen: Redakteur X wachte am darauf folgenden Tag mit einer Mettwurst in der Hand in seinem Bett auf und fand ein Feuerzeug in seiner Unterhose, nicht aber seine Brille. Redakteurin Y hatte Schwierigkeiten ihr Haus auch am helllichten Tag wiederzufinden, während die Dritte im Bunde – die anderen aus den Augen verloren – zu Fuß nach Hause trottete. mehr lesen / lire plus

NICHTRAUCHERSCHUTZ: Der Nebel lichtet sich

Es war, als hätte der Gesundheitsminister in ein Wespennest gestochen. Als Mars Di Bartolomeo Ende vergangenen Jahres ankün-digte, das Rauchverbot auch auf Cafés und Diskotheken auszuweiten, gab es einen gewaltigen Aufschrei.

 Zahlreiche Raucher beschwerten sich in den Internetforen von „wort.lu“ und „RTL“. Auch die Gastronomen ereiferten sich über diesen Eingriff in die „unternehmerische Freiheit“. Ihr Argument: Da die meisten Kunden Raucher sind, gefährde ein Rauchverbot zahlreiche Existenzen. Bei „Facebook“ gründete sich sich die Gruppe „D’Wiirtsleit géint d’Fëmmverbuet“, die mittlerweile knapp 3.700 Mitglieder zählt. Unter diesen sind aber nicht nur Gastronomen, sondern auch zahlreiche rauchende Kunden, für die „de Patt an d’Zigarett“ einfach zusammengehören. mehr lesen / lire plus