BERUFSTÄTIGKEIT: Keine Hausmütter

von | 03.01.2008

Bis in die 1950er Jahre war die Erwerbslosigkeit der Mutter Teil des bürgerlichen Familienideals. Welche Perspektiven Frauen heute nach der Geburt ihres ersten Kindes erwägen, stellte eine rezente Studie von Ceps Instead dar.

Nur rund fünf Prozent der berufstätigen Frauen wollen heutzutage nach der Geburt ihres ersten Kindes ihre berufliche Laufbahn an den Nagel hängen. So lautet eines der Ergebnisse der rezenten Ceps-Studie „Perspectives de carrière professionnelle des femmes après une naissance“, bei der berufstätige Frauen mit Kinderwunsch, die jünger als vierzig Jahre sind, befragt wurden.

Der Studie zufolge wollen praktisch alle Frauen nach der Geburt des ersten Kindes oder nach einem beanspruchten Elternurlaub ihre berufliche Aktivität wieder aufnehmen – wobei rund die Hälfte der befragten Frauen eine Halbtagsarbeit dem Vollzeitjob vorzieht. Diese Option steht jedoch nicht allen Frauen offen: Gerade angesichts der hohen Immobilien- und Lebensunterhaltskosten in Luxemburg ist es nach wie vor vielen Müttern unmöglich, die eigene Arbeitszeit zu reduzieren und dementsprechend ein geringeres Einkommen zu beziehen. So steigen viele Frauen – einerseits wegen der finanziellen Gründe, andererseits aber auch aus Interesse an ihrem Beruf – wieder komplett in die Vollzeitarbeit ein.

Der Frage, ob diese hohe Anzahl arbeitswilliger Mütter das Resultat eines radikalen gesellschaftlichen Mentalitätswandels in puncto Berufstätigkeit und Mutterschaft, oder doch eher einer sozioökonomischen Notwendigkeit geschuldet ist, geht die Studie nicht auf den Grund. Von Bedeutung für diese Entwicklung ist jedoch sicher die Tatsache, dass sich die Anzahl der öffentlichen Betreuungsplätze für Kinder seit 1995 verdoppelt hat. Auch der Elternurlaub, der so genannte „congé parental“, den es seit 1999 in Luxemburg gibt, hat vielen Müttern einen Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert. So gaben rund zwei Drittel der befragten Frauen an, nach der Geburt ihres ersten Kindes einen Elternurlaub nehmen zu wollen: Rund 58 Prozent der Befragten zogen es vor, die ersten sechs Monate nach der Geburt überhaupt nicht zu arbeiten und sich das 2006 auf rund 1.780 Euro pro Monat bezifferte Elterngeld auszahlen zu lassen. Dagegen bevorzugten 42 Prozent das Modell der Teilzeitarbeit, wobei das so erwirtschaftete Gehalt während zwölf Monaten mit einem monatlichen Elternzuschuss von rund 900 Euro aufgebessert wird.

Ein weiterer Aspekt, den die Ceps-Studie in ihrer Auswertung zur Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben nicht berücksichtigt, ist die Relevanz von familienfreundlichen Arbeitszeiten. Gerade diese Balance zwischen den verschiedenen Lebensbereichen zu ermöglichen, gilt als eine wichtige gesellschaftspolitische Herausforderung und ist auch das Thema länderübergreifender, vergleichender Studien wie etwa jene der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Ihr zufolge bedingt eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur eine höhere Beschäftigungsrate und ein sichereres Familieneinkommen, sondern auch die Stärkung der Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Förderung der kindlichen Entwicklung.

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