Mut zur Lücke

von | 03.06.2011

Stärker könnte der Kontrast kaum sein: Während Bundeskanzlerin Merkel im vergangenen Herbst noch die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken forderte, hält sie den Atomausstieg nun für eine „riesige Chance für kommende Generationen“ und kündigte ihn für 2022 an. Noch ist das Fundament für den Atomausstieg jedoch nicht gefestigt, denn schon rückt die Atomlobby mit altbekannten Argumenten an. Eines davon ist die Gefahr angeblicher Versorgungslücken, die eine stärkere Import-Abhängigkeit zur Folge hätten. Doch liegt es in der Natur der Sache, dass wenig fundierte Argumente zumeist auch recht einfach widerlegt werden können. Dies zeigte der Schweizer Wissenschaftsjournalist Marcel Hänggi, der den Atomkonzernen in der Zeitung Woz das „kleine Einmaleins des Marktes“ erklärte. Die Preiselastizität führt dazu, dass bei sinkendem Energieangebot, die Energiepreise steigen, was einen Rückgang der Nachfrage zur Folge hat. Dies  wiederum scheint ungefährlich, denn allein durch eine effizientere Energienutzung ließen sich bis zu 85% Energie sparen, so Energieökonom Eberhard Jochen. Zudem sei der Anreiz, erneuerbare Energien weiter zu entwickeln so deutlich größer. Entsprechend realistisch scheint auch die Meinung vieler Experten, ein Atomausstieg in Deutschland sei bis 2017 machbar.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Demokratie durch die Gender-Brille

Frauen fühlen sich politisch weniger gut vertreten, bewerten Gleichstellung skeptischer und fordern häufiger gezielte Maßnahmen, während Männer sich stärker für Politik interessieren und dem politischen System insgesamt mehr Vertrauen entgegenbringen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Polindex-Studie 2025, in deren Rahmen zwischen Mai...

NEWS

Les milliardaires nuisent à la démocratie

À l’occasion du Forum économique mondial de Davos, Oxfam publie, comme chaque année, un rapport sur les ultrariches dans le monde. « La fortune des milliardaires a bondi de plus de 16 % en 2025, soit trois fois plus vite que la moyenne des cinq années précédentes, pour atteindre 18.300 milliards de dollars, son plus haut niveau historique »,...

NEWS

Femizid weiterhin kein Straftatbestand

Luxemburgs Regierung sieht weiterhin nicht vor, den Begriff „Femizid“ als eigenständige Straftat ins Strafgesetzbuch aufzunehmen. Dies erklärte Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) vergangenen Dienstag in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Nathalie Morgenthaler. Zur Begründung verweist das...

NEWS

Social : L’accalmie… pour l’instant

Le climat social s’est apaisé avec la nomination de Marc Spautz au ministère du Travail. Représentant l’aile sociale du CSV, il veut restaurer le dialogue entre partenaires sociaux. Mais le thermomètre pourrait grimper sur la question du salaire minimum et surtout sur l’organisation du temps de travail, syndicats et patronat défendant des...