(cw) – Nicht minder interessant, wenn auch vielleicht noch unbekannter, ist die vierzigjährige US-amerikanische Sängerin Joan Wasser alias „Joan as Police Woman“. Auch sie stand letzte Woche in der Abbaye Neumünster auf der Bühne, begleitet von einem Drummer und einem Musiker an der Elektroorgel. Mit viel Hingabe und einer außerordentlichen Stimme gab „Joan as Police Woman“, die eigentlich eine klassisch ausgebildete Violinistin ist und schon etliche bekannte Bands, wie „Anthony and the Johnsons“, begleitet hat, Stücke ihrer stilistisch als Songwritersoul einzuordnenden Musik zum Besten. Die klangsichere Multiinstrumentalistin wurde dabei durchaus ihrem Image als Dusty Springfield des Indie-Pop gerecht. Joan as Police Woman vermag es, jeden Song als Konzentrat wirken zu lassen. Beeindruckend waren vor allem ihre Balladen mit den langen Orgelakkorden, wie zum Beispiel ihr neuer Song „Human Condition“, die zuweilen auch an Cat Power oder Feist erinnerten. Liebe, Sex, Tod, Freiheit – es sind seit jeher existenzielle Themen, die „Joan As Police Woman“ beschäftigen. Sympathisch auch, dass diesmal die Frau das „Singen“ hatte und die Männer sich mit Backvocals begnügen mussten.
Regisseur Michelangelo Antonioni: Der Weg in die filmische Moderne
Michelangelo Antonioni ist ein Name, der für den Film ebenso wichtig ist wie Marguerite Duras für die Literatur oder Giorgio de Chirico für die Malerei. Zweifelsohne gilt der italienische Regisseur als einer der bedeutendsten Modernisierer*innen des Kinos in Europa nach 1950. Sein Werk prägt die internationale Filmgeschichte. Die Bedeutung von...

