(rg) – Schon bei den Parlamentswahlen im Juni 2009 ermöglichte das Uni-Forschungsprogramm zu „European Governance“ Interessierten, per Internet eigene politische Vorstellungen mit denen der KandidatInnen abzugleichen. Das Prinzip ist bekannt: Die UserInnen klicken sich durch eine Reihe von thematisch zusammengestellten Fragen, die sie mit Ja oder Nein, beziehungsweise Abstufungen davon beantworten. Für die bevorstehenden Wahlen haben die Verantwortlichen 46 Fragen zu 10 Bereichen ausgesucht, mit denen jedeR UserIn sein/ihr eigenes politisches Profil erstellen kann. 2009 wurden rund 36.000 Profile erstellt. Dass es diesmal mehr werden, ist wegen der kurzen Zeit, die noch bis zu den Wahlen verbleibt, zumindest fraglich. Und die notgedrungen begrenzte Zahl von Fragen könnte für einige Frustration sorgen, wenn Themen, die einem wichtig sind, erst gar nicht vorkommen. In der jetzt aufgelegten Version des „smartvote.lu“ wird dieses Manko teilweise dadurch kompensiert, dass man einzelne Fragen gewichten kann, und die Möglichkeit besteht, das so erstellte Profil zu individualisieren. Verglichen wird das Resultat allerdings nicht mit den Wahlprogrammen der Parteien, sondern mit den Antworten der KandidatInnen zu denselben Fragen. Auch hierbei läuft die Zeit davon, weil viele KandidatInnen ihren Teil der Vorarbeit noch nicht geleistet haben. Während im Bezirk Zentrum zum Beispiel bei den Grünen und der LSAP etwas mehr als die Hälfte ihre Positionen geoutet haben, sind es bei der CSV erst zwei. Und auch bei den ansonsten internetaffinen Piraten hatten bis Donnerstag erst sechs von 21 ZentrumskandidatInnen ihre 46 Häkchen gemacht.
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