Immobilienhaie zu Fischstäbchen

von | 04.07.2014

(da) – Die Wohnungspreise in Luxemburg sind exorbitant hoch, das dürfte keine Neuigkeit sein. Dass das zumindest teilweise an der Spekulation mit leer stehenden Immobilien liegt, auch nicht. Auf politischer Ebene gab es bereits erste, zaghafte Versuche, gegen diese Art der Spekulation vorzugehen, indem die Gemeinden dazu angeregt wurden, eine Steuer auf leer stehende Häuser zu erheben. Die Resonanz hielt sich in Grenzen – nur vier Gemeinden im Land haben eine solche Leerstandsabgabe eingeführt. Nun regt sich aber auch die Zivilgesellschaft – zwei Projekte machen das deutlich. Zum einen soll am Samstag 12. Juli im neuen Oekozenter in Pfaffenthal eine Wohnungsbaugenossenschaft gegründet werden. Zum anderen wurde Anfang dieser Woche die Homepage www.leerstandsmelder.lu in Betrieb genommen. Auf dieser Seite kann jedeR leer stehende Häuser und Wohnungen melden und die Meldung mit Fotos und einer Beschreibung der Immobilie schmücken. Auf diese Weise soll Druck auf die hiesigen Spekulanten ausgeübt werden – was den DP-Abgeordneten Guy Arendt gleich dazu brachte, sich in einer parlamentarischen Anfrage um deren Wohl und Privatsphäre zu sorgen. Nicht ohne Erfolg, denn kurz vor Redaktionsschluss hieß es, die Homepage werde nach einem Gespräch mit Maggy Nagel wieder eingestellt.

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