ULC warnt vor Bargeldabschaffung

von | 22.08.2019

Verschwörungstheorie aus dem Internet oder wahre Bedrohung? Ganz sicher scheint sich auch die Konsumentenschutzvereinigung „Union Luxembourgeoise des Consommateurs“ (ULC) nicht zu sein. In einer Pressemitteilung erklärt sie, dass das Thema mit einer „Roadmap“ der EU-Kommission gegen Terrorismus aus dem Jahr 2017 seinen Weg in die Öffentlichkeit fand. Die Bargeldbegrenzung für Geschäfte in verschiedenen Ländern – wie etwa maximal 2.500 Euro in Spanien – sollte allzu einfache Waffengeschäfte verhindern. Seitdem ist die Theorie, dass die EU das Bargeld ganz abschaffen will, um sich die Bevölkerung gefügig zu machen und noch besser zu kontrollieren, von Flat-Earther-Blogs bis hin zu seriöseren Publikationen weit vertreten. Aus zwei Gründen: Es gibt keine Statistiken zur Wirksamkeit der Anti-Terror-Maßnahme und im Falle einer kommenden Rezession könnte die Europäische Zentralbank über höhere Einlagezinsen bei den Geschäftsbanken die Verfügbarkeit des Bargelds direkt angreifen. In diesem Sinne appelliert die ULC an die Regierung, sich trotz der steigenden Attraktivität von bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten für den Erhalt des Bargelds als Schutz des Persönlichkeitsrechts einzusetzen.

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