China, der Hahn und die Kuckuckseier

von | 13.06.2016

Ein chinesicher Konzern kauft Inter Mailand. Schlimm. Ein anderer kauft den Hahn. Schlimmer. Der marode Ryanair-Flughafen, auf halbem Weg zwischen Trier und Mainz gelegen, ist all jenen ein Dorn im Auge, die den Findel nicht als City-Flughafen, sondern als Standbein der Wirtschaft betrachten. Die lästige Konkurrenz wird vermutlich weiterbestehen, gerettet mit dem Geld der Firma Yiqian. Ähnlich wie seinerzeit die Firma HNCA sich bei Cargolux eingekauft hatte. Für den Findel-Konkurrenten Hahn hat sich HNCA übrigens auch interessiert – sind die Chinesen eigentlich faire Partner? Glaubt man den Mainstreammedien, so wächst das Misstrauen. Ein chinesisches Übernahmeangebot für den Roboterbauer Kuka wird als der Versuch gewertet, der deutschen Industrie ein Kuckucksei ins Nest zu legen. Und eine Studie der EU-Handelskammer in China stellt fest, dass die Bedingungen für ausländische Unternehmen im Reich der Mitte schlechter werden. Bemerkenswert an dieser plötzlichen China-Schelte: Vorgegeben wird der Kurs von der Wirtschaft, die in der Vergangenheit das Boomland in den Himmel lobte ob seiner weisen Staatsführung und seinem liberalen Verständnis von Arbeitnehmerschutz. Und nun ist es nicht etwa die Menschenrechtssituation – seit drei Jahren katastrophal – sondern der Konkurrenzdruck, der die Weltsicht von Managern und Mainstreamjournalisten auf den Kopf stellt.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg

Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

NEWS

Wenn „ChatGPT“ parlamentarische Fragen beantwortet

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Chamber die Antwort des Außenministers Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage der beiden LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten. Thema war der „Luxemburgplan“, den die saarländische Regierung Anfang Mai veröffentlichte. Die Antworten sind relativ nichtssagend und unkonkret –...

NEWS

Foot, fric et répression

Le coup d’envoi de la Coupe du monde de foot 2026 a été donné ce 11 juin au stade Azteca de Mexico, pour une édition « qui s’annonce la plus lucrative jamais vue », selon Amnesty International. La FIFA prévoit de réaliser 11 milliards de dollars de recettes au fil des 104 matchs qui se joueront pendant six semaines aux États-Unis, au Mexique...