Tampons und Binden: Luxus?

von | 13.06.2016

Es hat etwas gedauert, doch nun ist sie auch in Luxemburg angekommen: die Debatte um die Besteuerung von Tampons und Binden. „Für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Hygieneartikel für Frauen“ heißt eine elektronische Unterschriftensammlung, die im Namen des Planning Familial bei der „Chamber“ eingereicht wurde. Im Gegensatz zu anderen Produkten, die als „notwendig“ angesehen und dementsprechend mit dem „super-reduzierten“ Mehrwertsteuersatz von drei Prozent besteuert werden, werden auf Tampons und Binden nämlich immer noch 17 Prozent „TVA“ erhoben. Ganz so, als ob Frauen die Wahl hätten, sich für oder gegen Tampons und Binden zu entscheiden. „Tampons, Binden und Menstruationscups werden nicht als Notwendigkeit, sondern als Luxus angesehen“, erklärt der Planning. „Wir wollen, dass die Regierung anerkennt, dass seine Regel haben nicht optional, und schon gar kein Luxus ist“, heißt es weiter. Die Aktion, die bisher knapp 400 Unterschriften zusammengebracht hat, reiht sich ein in eine ganze Reihe solcher Initiativen rund um den Globus. Luxemburg bildet bei der Besteuerung derartiger Hygieneartikel nämlich keineswegs eine Ausnahme – hier wie überall wird die Welt eben immer noch von Männern regiert. Unterschrieben werden kann die Petition auf www.chd.lu.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Méco gegen Vergünstigungen bei Hybrid-Dienstwagen

Die Umweltorganisation „Mouvement écologique” (Méco) stellt sich gegen eine steuerliche Vergünstigung von sogenannten Plug-in-Hybriden als Dienstwagen. In einer Stellungnahme vom vergangenen Montag kritisiert die NGO die geplante steuerliche Begünstigung dieser Fahrzeuggattung. Als „Plug-in-Hybride“ werden Autos bezeichnet, die sowohl einen...

NEWS

Un sas entre l’hôpital et le domicile

« En trop bonne santé pour rester à l’hôpital, mais pas encore assez pour rentrer chez soi » : c’est dans cet entre-deux que le ministre de la Famille, Max Hahn, situe le projet pilote « Out of Hospital », présenté mardi avec la ministre de la Santé, Martine Deprez, au sein de la structure d’hébergement pour personnes âgées HPPA d’Eischen. À...

NEWS

Klimakrise betrifft über 18.900 Schüler*innen

Zum Schulbeginn hat „Unicef“ neue Maßnahmen gefordert, um Schulräume für die Folgen der Klimakrise zu wappnen. „Klimabedingte Gefahren beeinträchtigen bereits weltweit den Bildungsbetrieb“, so die NGO in einer Pressemitteilung am vergangenen Dienstag. Mindestens 171 Millionen Schüler*innen hätten im Jahr 2025 die Folgen der Klimakrise in den...