Diese Woche deponierte der Medienminister sein Reformvorhaben zur Unterstützung der geschriebenen Presse. Lange hatte es gedauert und doch kam der Beschluss des Regierungsrates etwas überraschend. Eine vorletzte Fassung des Textes hatte Ende 2019 mehr Fragen aufgeworfen als sie Antworten zu vorher kritisierten Vorentwürfen liefern konnte. Wohl um sich nicht weiter reinreden zu lassen, wurde der neue Text erst gar nicht mit den Betroffenen besprochen (zumindest nicht mit allen). Das Resultat – in dieser Ausgabe eingehend analysiert – wird unsere Kampagne alles andere als überflüssig machen. Im Gegenteil: Falls das Gesetz tatsächlich wie vorgesehen verabschiedet wird, erhöht sich die Bezuschussung zwar um etwa 14 Prozent – „too little to live, too much to die“, denn der anhaltende Einnahmenschwund, vor allem bei den Anzeigen, wird dieses Plus in zwei, drei Jahren aufgefressen haben. „Macht doch gleich nur eine Online-Präsenz, dafür gibt es das exakt gleiche Geld“, wäre die Schlussfolgerung. Da hätscheln wir seit Jahren unsere beiden Wunschkinder … und sollen uns jetzt von einem von ihnen trennen. Damit es nicht soweit kommt, bitte hin und wieder hier nachschauen: woxx.lu/support.
Amnesty Mediepräis nominiert die woxx
Am vergangenen Dienstag hatte die woxx einen Grund zum Feiern: Zum neunten Mal wurden die besten journalistischen Projekte des Jahres mit dem „Amnesty Mediepräis“ gekürt. Insgesamt wurden acht Beiträge in den Kategorien „Print“, „Multimedia“, „Online-Community“ für die letzte Runde nominiert – darunter auch ein Artikel der woxx-Journalistin...

