Online-Pressehilfe in den Startlöchern

von | 19.12.2016

Nur 13 Minuten dauerte das Pressebriefing nach dem Regierungsrat am vergangenen Freitag. Und es gab ein einziges Thema: Die Regierung stimmt dem Vorschlag von Premier- und Medienminister Xavier Bettel zu, in Zukunft Online-Medien oder die Online-Präsenz von bestehenden Zeitungen zu finanzieren. Unter der Voraussetzung, dass dafür zwei JournalistInnen fest angestellt werden und das Vorhaben insgesamt ein Jahresbudget von 200.000 Euro aufweist, legt der Staat 100.000 dazu. Damit ändert sich der Fokus der Ende 2015 andiskutierten „Online-Pressehilfe“, die für Projekte gedacht war, die mindestens fünf JournalistInnen beschäftigen und bei der bestehende Printmedien ausdrücklich ausgeschlossen werden sollten. Außerdem hatte Bettel damals noch geplant, die so benötigten Gelder von der bestehenden Pressehilfe für gedruckte Zeitungen abzuziehen. Jetzt heißt der offizielle Sprachgebrauch, es gehe darum, die Medien allgemein beim Übergang in die Online-Zeit zu unterstützen. Außerdem soll die neue Regelung nur für eine Übergangszeit gelten, da die Pressehilfe als Ganzes reformiert werden soll. Die woxx hat sich beim Weihnachtsmann einen Rechenschieber bestellt und wird die Zeit zwischen den Jahren nutzen, einen Businessplan aufzustellen.

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