JAZZ: Jaga

von | 15.07.2005

Jaga, What we must, Ninja Tune, 2005.

What we must heißt das neue Album des 10-köpfigen Jazz-Kollektivs Jaga (vormals bekannt als Jaga Jazzist) und damit ist der norwegischen Band ein episches Meisterwerk gelungen. Nach endlosem Touren und nachdem die Arbeit an der Platte nur schleppend voranging, flüchtete sich Jaga in ein isoliertes Studio in den norwegischen Wäldern und nahm live in nur einem Take das Demo „Spydeberg Session“ auf. Zurück im Studio wurde diese Session als Basis für das aktuelle Album benutzt – für die Band ist das vielleicht die radikalste Entwicklung in ihrer bisherigen Karriere. Hier feiert die Gitarre triumphal ihre Rückkehr, und trotzdem wird den abstrakten Gesangspassagen und dem Glockenspiel noch genug Platz eingeräumt. Die Band testet ihre musikalischen Grenzen und verbindet auf eine gefällige Art und Weise die Elemente des Jazz‘ mit traumhaften Melodien aus dem Bereich des Post- und Psychedelic-Rock. Ein absoluter Geheimtipp!

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt

Wenn man den Klappentext von Dita Zipfels „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ liest, erwartet man einen Roman über Kinderwünsche und Urlaub unter Freund*innen. Doch die Geschichte um Felix und Matze, die seit der Schulzeit befreundet sind, und ihre Partnerinnen Eva und Linn entpuppt sich als vielschichtiger und komplexer.

KULTURTIPP

Comic-Tipp: Wald ohne Bäume

Der 25. April ist der internationale „Tag des Waldes“ – ideal also, um sich näher mit jenen Lebensräumen zu beschäftigen, die rund ein Drittel der Erdoberfläche bedecken. Mit „Wald ohne Bäume“ präsentiert Zeichnerin Hanna Harms einen Sachcomic, der so poetisch ist, dass er auch als Lyrikband durchgehen könnte.

KULTURTIPP

Willis Tipps: April 2026

Seit 1999 veröffentlicht Lucas Santtana Platten. Jetzt hat der Gitarrist, Sänger, Flötenspieler und Komponist sein zehntes Album mit dem Titel Brasiliano herausgebracht. Auf jedem der elf Stücke kooperiert er mit einem*r anderen Sänger*in. So ist die in Paris lebende, am Pop orientierte Gesangskünstlerin Flávia Coelho genauso zu hören wie der mit brasilianischem Reggae bekannt gewordene Chico César oder der Superstar Gilberto Gil, der zu den Urgesteinen des Tropicália-Stils gehört.

KULTURTIPP

Eventtipp: Printemps des poètes

„Besagter Lenz ist da“, schrieb Erich Kästner – und mit dem Lenz hält auch die Lyrik wieder Einzug in Luxemburg. Während des diesjährigen „Printemps des poètes“ am 17., 18. und 19. April können sich Freund*innen der Poesie von den Texten hochkarätiger Dichter*innen aus ganz Europa begeistern lassen.