REFERENDUM: Wie weiter?

Nach dem Referendum befindet sich die Linke im Aufwind. Doch die unterschiedlichen Motive beim Nein sorgen auch für mulmige Gefühle.

Einmal im Mittelpunkt des World Wide Web stehen: Luxemburgs Referendum vom 10. Juli.
(Foto: Renée Wagener)

„Unser Einsatz hat sich gelohnt.“ André Kremer vom „Comité pour le Non“ ist zufrieden. Schließlich habe niemand im Komitee zuvor eine Referendumskampagne organisiert. 56,52 Prozent Stimmen für den EU-Verfassungsvertrag und 43,48 Stimmen für das „Nein“ am 10. Juli – so ein Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen. Binnen weniger Monate geschah, womit noch Anfang des Jahres niemand gerechnet hatte: Die LuxemburgerInnen erlebten eine der größten und kontroversesten politischen Debatten der vergangenen Jahrzehnte. mehr lesen / lire plus

LINKSPARTEI: Oskar trifft den rechten Ton

Links sein und rechte Sprüche klopfen – das alles bringt Oskar Lafontaine ganz leicht unter einen Hut. In der künftigen Linkspartei stört das nur wenige.

„Die Linke spricht die Sprache der Rechten“, kritisiert Oskar Lafontaine und macht selbst vor, wie das geht. (Fotos: Eye on Davos)

„Die Linke spricht die Sprache der Rechten“, kritisiert der Ex-SPDler Oskar Lafontaine in seinem jüngsten Werk „Politik für alle“. Am 17. Juni las der Saarländer in Chemnitz aus dem zweiten Kapitel „Korruption der Sprache und des Denkens“ vor und zitierte dabei reichlich Camus, Horkheimer und Adorno. Nicht zu vergessen Victor Klemperer und dessen Buch „Lingua Tertii Imperii“ über die Sprache des Nationalsozialismus. mehr lesen / lire plus

SPLEEN: Wo bitte geht’s hier ins Radio?

In Luxemburg tummeln sich eine ganze Menge Bands. Die wenigstens mögen das Etikett „Pop“. Anders Spleen – die Fünf wollen auf direktem Weg ins Ohr.

Im Uhrzeigersinn: Isabelle Jakobs, Christian Péckels,
Cédric Neiens, Fränk Drews und Steve Carmentran.

Gut gelaunt sitzen sie in ihrem geräumigen Proberaum in Esch-Alzette. „Wir haben wahrscheinlich den größten Proberaum Luxemburgs“, sagt Songschreiber Cédric Neiens zufrieden. Seine MitmusikerInnen nicken zustimmend. Spleen hat sich in einer leer stehenden Dachwohnung eingenistet, Einbauküche und gemütliche Sofaecke inklusive. In den unteren Stockwerken befinden sich Büroräume, weshalb es bei den Proben ein wenig zugeht wie in „Being John Malkovich“: Erst wenn der letzte Beamte die Tür hinter sich zugemacht hat, kann die Band loslegen. mehr lesen / lire plus

STEVEN SPIELBERG: War of the Worlds

In „War of the Worlds“ inszeniert Steven Spielberg
den Untergang der Welt als Invasion böser Außerirdischer. Aus den Kinosesseln haut das aber keinen.

Es beginnt wie ein gewöhnliches Unwetter. Gleißende Blitze reißen den düster grauen Himmel über der kleinen Stadt in Connecticut auf, erst einmal, zweimal, dann immer öfter. Doch der Donner, der kurz darauf das Haus des Lagerarbeiters Ray (Tom Cruise) erschüttert, stammt nicht von aufeinander prallenden Wolkenmassen. Er kommt aus dem tiefsten Innern der Erde – und mit ihm tödliche schwarze Maschinen. Die erheben sich haushoch über die Menschen und vernichten per Laserstrahl alles, was sich ihnen in den Weg stellt. mehr lesen / lire plus

EMMANUEL CARRERE: La moustache

A l’Utopia

Au début on se croit dans une comédie spirituelle. Puis le film évolue vers le genre psycho-thriller captivant où l’on attend le dénouement avec impatience. Mais malheureusement à la fin rien ne s’explique et malgré les bonnes performances de Vincent Lindon et d’Emmanuelle Devos on sort de la salle obscure plutôt frustré. mehr lesen / lire plus

PETTERI SULONNEN: Penser photo

http://194.100.88.243/petteri/pont

Se passionner pour les aspects techniques de la photographie nuit-il à la sensibilité artistique? Le site personnel de Petteri Sulonnen (en anglais) est là pour prouver le contraire. Certes, on y trouve de nombreux tests de matériel – il admet lui-même être un peu accro. Même sur ces pages-là, le ton est convivial et les illustrations sont intéressantes. Dans les „How to“, on trouve des explications sur le noir et blanc en digital ou sur l’usage des grands-angles. La véritable richesse du site se trouve sous „Essays“. Il dénonce de manière convaincante que „les télés c’est pour les lâches“ – la photo sur le vif se pratique de près. mehr lesen / lire plus

SHEN YUAN: La route Paris-Luxembourg

Une voiture entièrement revêtue de cuir noir, coffre et portières dépliées, avec des fermetures éclair à tous les endroits imaginables. Cette voiture porte-monnaie – baptisée „La Route Paris-Luxembourg“ – fait partie de l’exposition de Shen Yuan à la galerie Beaumontpublic. L’artiste tourne ainsi en dérision les éternels contrôles qu’on lui fait subir lorsqu’elle quitte la France pour venir au Luxembourg. Aux yeux des douaniers, une Chinoise en route vers la place financière luxembourgeoise doit forcément transporter de l’argent sale pour le verser sur un compte secret.

Sur une note plus abstraite, „La Grande Muraille qui suit les racines“ traite également des frontières et des phénomènes migratoires. mehr lesen / lire plus

ROUTE DU NORD: Pokerface

Pour faire passer le projet Nordstrooss, le gouvernement avait joué la carte des compensations. Coup de bluff classique dans le poker politique.

Dignes héritiers de Robi des Bois

„Les surcoûts évalués des travaux supplémentaires dépassent de deux tiers les dépenses du devis estimatif initial.“ C’est le constat amer du Conseil d’Etat, en ce qui concerne le dépassement financier du projet de la Route du Nord. De nouveaux crédits à hauteur de 229 millions d’euros ont donc été votés jeudi à la Chambre. Sauf imprévu, le coût total pour la construction de la „Nordstrooss“ s’élèvera finalement à 560 millions d’euros ou presque 23 milliards de francs. mehr lesen / lire plus

JAZZ: Jaga

Jaga, What we must, Ninja Tune, 2005.

What we must heißt das neue Album des 10-köpfigen Jazz-Kollektivs Jaga (vormals bekannt als Jaga Jazzist) und damit ist der norwegischen Band ein episches Meisterwerk gelungen. Nach endlosem Touren und nachdem die Arbeit an der Platte nur schleppend voranging, flüchtete sich Jaga in ein isoliertes Studio in den norwegischen Wäldern und nahm live in nur einem Take das Demo „Spydeberg Session“ auf. Zurück im Studio wurde diese Session als Basis für das aktuelle Album benutzt – für die Band ist das vielleicht die radikalste Entwicklung in ihrer bisherigen Karriere. Hier feiert die Gitarre triumphal ihre Rückkehr, und trotzdem wird den abstrakten Gesangspassagen und dem Glockenspiel noch genug Platz eingeräumt. mehr lesen / lire plus