Statec: Covid macht gleich und glücklich

von | 23.12.2021

Der Index für Wohlbefinden (LIW) ist seit 2018 stabil, insbesondere was Armut und Ungleichheit angeht; gegenüber dem Jahresbeginn sind die Noten für Glück und Zufriedenheit sogar gestiegen, teilt der Statec mit. Das detaillierte Pressekommuniqué klingt weniger erfreulich. Zwar ist der LIW nach 2013 angestiegen und hat 2018 sein Niveau von 2010 wieder erreicht, doch verglichen mit dem Anstieg der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung stagniert die Verbesserung des Wohlbefindens. Zur Berechnung des LIW, manchmal auch als „PIB du bien-être“ bezeichnet, werden 21 Indikatoren aus 11 Bereichen einbezogen. Verbesserungen gab es seit 2010 vor allem bei Umwelt und Governance, dagegen haben sich die Indikatoren für Arbeit und Wohnen verschlechtert. Ein Blick in die Excel-Tabelle des Statec offenbart aber auch, dass in vielen Bereichen das Zahlenmaterial wenig aussagekräftig ist. Was die Kurve für den zusammengesetzten LIW-Indikator angeht, so zeigt sie einen deutlichen Absturz als Folge der Finanzkrise von 2008. Eine ähnliche Negativentwicklung aufgrund der Covid-Krise ist nicht zu erkennen, allerdings hatte seinerzeit der Abstieg der Werte mit drei Jahren „Verspätung“ eingesetzt.

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