Wer das Kulturjahr 2007 in Luxemburg mitverfolgt hat, dürfte bei dem Ausstellungstitel „Re-Retour de Babel“ hellhörig geworden sein: Die aktuelle Schau in Düdelingen knüpft an das Ausstellungsprojekt „Re-Tour de Babel“ von damals an. Auf dem stillgelegten Industriegelände „Anciennes aciéres“ zeugten 60 Porträts und Berichte von Zuwander*innen von Luxemburgs Migrationsgeschichte. Jetzt hat eine Künstler*innengruppe einige der Protagonist*innen der damaligen Schau besucht oder sich mit ihren Nachfahren ausgetauscht. Das Ergebnis sind Arbeiten unterschiedlichster Genres, die im Dialog miteinander stehen. Bei der finissage, an diesem Sonntag, dem 11. Dezember, teilt die Künstlerin Luisa Bevilacqua ihre Eindrücke in einer Erzähl-Performance, um 11:30 Uhr im Centre d’art Nei Liicht und um 16:30 Uhr im Centre d’art Dominique Lang. Die Performance findet auf französisch und einem „melting pot linguistique“ statt. Eine Reservation per Mail (marlene.kreins@dudelange.lu) ist obligatorisch.
Buchtipp: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
Wenn man den Klappentext von Dita Zipfels „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ liest, erwartet man einen Roman über Kinderwünsche und Urlaub unter Freund*innen. Doch die Geschichte um Felix und Matze, die seit der Schulzeit befreundet sind, und ihre Partnerinnen Eva und Linn entpuppt sich als vielschichtiger und komplexer.

