Finanzwelt gewinnt an Einfluss in Naturschutz-NGOs

von | 31.08.2023

In den Stiftungsräten großer Umweltschutz-NGOs haben Finanzexpert*innen zunehmenden Einfluss. Einer investigativen Recherche des panafrikanischen Medienunternehmens „African Arguments‟ zufolge sind über die Hälfte der 111 Treuhänder*innen, die in den Stiftungsräten von vier großen Umwelt- und Naturschutz-NGOs sitzen, mit der Finanzbranche verknüpft. Die vier untersuchten Organisationen – „Conservation International‟ (CI), „The Nature Conservancy‟ (TNC), der „World Wildlife Fund-US‟ (WWF-US), und die „Wildlife Conservation Society‟ (WCS) – gehören zu den größten der Welt. Unter den Treuhänder*innen befinden sich Vorstandsvorsitzende von Investitionsbanken, Geschäftsführer*innen von Risikokapitalgesellschaften und Finanziers, die an Banken wie JP Morgan Chase und Goldman Sachs angeschlossen sind. Umweltschutzexpert*innen warnen vor Interessenskonflikten und dem Einfluss der Treuhänder*innen, der zu einem „Machtungleichgewicht‟ führen kann: „Diese NGOs kontrollieren den globalen Diskurs über den Naturschutz‟, zitiert African Arguments Aby Sène, eine Assistenzprofessorin für Management von Park- und Naturschutzgebieten an der US-Amerikanischen Universität Clemson. Die Zunahme an Finanzexpert*innen in deren Stiftungsräten sei beunruhigend, schreibt African Arguments: „Die Vorherrschaft der Finanzexperten scheint mit dem steigenden Interesse an marktorientierter Lösungen für den Klimawandel zusammenzufallen‟. Unter anderem ist beispielsweise die NGO Wildlife Conservation Society (WCS) als Lobby-Gruppe in Brüssel aktiv.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Méco gegen Vergünstigungen bei Hybrid-Dienstwagen

Die Umweltorganisation „Mouvement écologique” (Méco) stellt sich gegen eine steuerliche Vergünstigung von sogenannten Plug-in-Hybriden als Dienstwagen. In einer Stellungnahme vom vergangenen Montag kritisiert die NGO die geplante steuerliche Begünstigung dieser Fahrzeuggattung. Als „Plug-in-Hybride“ werden Autos bezeichnet, die sowohl einen...

NEWS

Un sas entre l’hôpital et le domicile

« En trop bonne santé pour rester à l’hôpital, mais pas encore assez pour rentrer chez soi » : c’est dans cet entre-deux que le ministre de la Famille, Max Hahn, situe le projet pilote « Out of Hospital », présenté mardi avec la ministre de la Santé, Martine Deprez, au sein de la structure d’hébergement pour personnes âgées HPPA d’Eischen. À...

NEWS

Klimakrise betrifft über 18.900 Schüler*innen

Zum Schulbeginn hat „Unicef“ neue Maßnahmen gefordert, um Schulräume für die Folgen der Klimakrise zu wappnen. „Klimabedingte Gefahren beeinträchtigen bereits weltweit den Bildungsbetrieb“, so die NGO in einer Pressemitteilung am vergangenen Dienstag. Mindestens 171 Millionen Schüler*innen hätten im Jahr 2025 die Folgen der Klimakrise in den...