Stëmm vun der Strooss: Steigende Armut ist alarmierend

von | 08.02.2024

Photo : Frantisek Krejci/Pixabay

Von den Sozialrestaurants bis hin zu den Ateliers zur beruflichen Wiedereingliederung: In allen Bereichen der Obdachlosenhilfe „Stëmm vun der Strooss“ steigt die Nachfrage. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2023 am Montag, dem 5. Februar, legte die Organisation Zahlen auf den Tisch: Letztes Jahr nutzten 365 Personen das Angebot zur beruflichen Wiedereingliederung; 27 Menschen fanden durch die Initiative „ImmoStëmm“, dem Hilfsangebot der „Stëmm“ zur Wohnungssuche, eine neue Unterkunft; Ärzt*innen führten auf freiwilliger Basis 210 kostenlose Beratungen durch und im Schnitt wurden täglich 720 warme Mahlzeiten an Bedürftige verteilt – im Vorjahr waren es noch durchschnittlich 449 am Tag. Der Direktor für Verwaltung und Finanzen, Arnaud Watelet, zeigte sich bei der Pressekonferenz aber vor allem über die steigende Anzahl der Minderjährigen besorgt, die auf das Angebot der „Stëmm“ zugreifen: Zwischen 2014 (0,5 Prozent) und 2023 (3,8 Prozent) hat sich ihre Präsenz verdreifacht. Von den insgesamt 11.173 Menschen, die letztes Jahr die Dienste der „Stëmm“ beanspruchten, waren somit 389 Minderjährige. Zum Vergleich: 2022 waren es noch 170, vor zehn Jahren waren es knapp 15. Die Ursachen hierfür seien nicht nur die anhaltende Inflation oder die aktuellen Kriege, so die Verantwortlichen der „Stëmm“. Vielmehr würden Minderjährige darunter leiden, dass immer mehr Berufstätige in Luxemburg in Armut leben. Denn „berufstätige Menschen, die schon Mitte des Monats mit ihrem Gehalt nicht mehr über die Runden kommen,“ sehe die Organisation in den letzten Jahren immer öfter. Dass die Anzahl der Erwerbsarmen in Luxemburg eine der höchsten in Europa ist, sei „eine alarmierende Tatsache“, so die NGO weiter. Obwohl sich die Organisation mit ihrer jährlichen Betreuung zufrieden zeigt, bedauern die Verantwortlichen der „Stëmm“ dennoch, dass der Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung weiterhin eine „stetige Herausforderung“ sei.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Gewalt: Hilfe rund um die Uhr

Das Centre national pour victimes de violences feiert sein erstes Jubiläum und erweitert sein Angebot: Seit Anfang Mai ist es 24/7 geöffnet, mit Helpline und juristischer Beratung.

NEWS

Tripartite : trouver le bon ordre du jour

Les syndicats, l’opposition, le patronat et même l’opinion publique réclamaient à cor et à cri la tenue d’une tripartite face à la hausse des prix de l’énergie et ses possibles effets délétères sur l’économie. Luc Frieden s’est fait un peu prier, mais il a tenu de premières rencontres ce mercredi 6 mai, en recevant séparément les syndicats et...

NEWS

Quadripartite : trouver les sous qui manquent

La santé va mal, et l’État, les partenaires sociaux ainsi que les prestataires médicaux étaient à son chevet lors de la quadripartite santé du printemps, qui s’est tenue à Dudelange, ce mercredi 6 mai. Le constat déjà posé se confirme : les remboursements sont supérieurs aux cotisations, et le déficit de l’assurance maladie-maternité se...

NEWS

1.541 réclamations auprès de l’Ombudsman en un an

« Vétustes, inadaptées et parfois indignes » : la constatation de l’Ombudsman concernant la vie dans plusieurs structures de l’Office national de l’accueil (ONA) fait écho aux témoignages d’autres acteurs, dont le Collectif réfugiés, qui avait déjà dénoncé des conditions déplorables, alors relayées par le woxx il y a un an (woxx 1839,...